Heimatbuch über Broicher Siedlung: 896 prall gefüllte Seiten

Von: rp
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Stolz auf das historische Nachschlagewerk: Vorsitzender Thomas Magney, Autorin Elisabeth Aderhold-Marleaux und Geschäftsführer Bernd Lausberg (v.l.n.r.). Foto: Stefan Schmitz

Alsdorf. Mit ihrem ersten Heimatbuch „Die Broicher Siedlung“ hat die Bürger- und Siedlergemeinschaft des gleichnamigen Stadtteiles unter Vorsitz von Thomas Magney und Geschäftsführer Bernd Lausberg jetzt ein Buch auf den Markt gebracht, wovon nicht nur die Bürger der Broicher Siedlung beeindruckt sein werden.

Das Heimatbuch ist ein Gemeinschaftsprojekt der Broicher Siedler unter dem Dach der Siedler- und Bürgergemeinschaft mit 650 Mitgliedern unter Beteiligung von 89 Privatpersonen, 41 Vereinen nebst sonstigen Organisationen.

Das Buch enthält fünf Gastbeiträge von Broicher Siedlern und den Siedlungsvereinen. Herausragende und entscheidende Leistungen zur Erstellung des Heimatbuches hat die vom Vorstand als Autorin bezeichnete Elisabeth Aderhold-Marleaux geleistet, obwohl sie selbst von dieser Bezeichnung nichts wissen will. „Ich habe das Buch zusammengestellt und die persönliche Verantwortung für die umfangreichen Manuskripte des 896 Seiten starken Buches übernommen“, sagt sie bescheiden.

Im Grußwort der Siedler- und Bürgergemeinschaft stellt dies aber Vorsitzender Thomas Magney klar und unterstreicht die einzigartige Arbeit der Autorin in rund drei Jahren. Diese stellen in der Tat besonders das 41 Seiten starke Literaturverzeichnis und die 99 Untertitel starken Buches unter Beweis.

„Ohne die Autorin wäre das erste Heimatbuch wohl kaum zustande gekommen“, so der Vorsitzende. Es sei ihr sehr wichtig gewesen, die Entstehung der Broicher Siedlung sowie den weiteren geschichtlichen Werdegang in Schrift und Bild zu dokumentieren und vor allem für die nachkommenden Generationen festzuhalten.

Als „Zugezogene“ vor 27 Jahren wollte sie mehr über die Broicher Siedlung erfahren, die gleichzeitig ihre Heimat bedeutet. „Leider gaben sowohl Internet-Recherchen, angefangen von der eigenen Homepage der Siedlergemeinschaft bis zu diversen Jubiläumsschriften nicht so viel preis über Alsdorfs grüne Lunge oder die Ley- Siedlung, wie sie bei der Gründung und Einweihungsfeier im Januar 1935 benannt wurde“, so Vorsitzender Magney.

Daher habe sie zahlreiche Gespräche mit Siedlern und mit Bürgern der angrenzenden Ortschaften geführt. Die Nachforschungen waren jetzt längst eine Herzensangelegenheit von Elisabeth Ader-hold-Marleaux. Monatelange Vorbereitungszeit, Anfragen bei Heimatvereinen und Institutionen folgten. In Archiven und in den Stadtbüchereien der Städte Alsdorf und Würselen ging sie ein und aus, um Bücher und Schriftstücke auszuleihen. Die Autorin forderte Kartenmaterial und Luftaufnahmen, selbst aus Amerika, an.

Zahlreiche Fotos wurden ihr seitens der Bevölkerung zur Verfügung gestellt, wofür die Autorin sehr dankbar ist. „Dies alles stellt jetzt ein Werk aus 896 Seiten dar, worauf wir stolz sein und unsere Siedlung Jahrzehnte lang in bester Erinnerung behalten können, was besonders die nachfolgenden Generationen betrifft und wofür wir Elisabeth Aderhold-Marleaux äußerst dankbar sind“, so Magney.

Allein der Blick ins Inhaltsverzeichnis zeigt deutlich, dass die Autorin nichts vergessen hat: Von den Anfängen, die Entstehung der alten Siedlung 1934, dem zweiten großen Bauabschnitt von 1939 bis 1941, die Entstehung der neuen Siedlung von 1968 bis 1978, von Straßen, Schule, Kirche, Friedhof bis hin zum neuen Dorfplatz sowie eine Schilderung der umfangreichen Aktivitäten der zahlreichen Ortsvereine und Interessengemeinschaften.

Was die Vielzahl der Manuskripte betrifft, legt die Autorin besonders Wert auf den Inhalt des Titels „Die Alte Siedlung entsteht“, mit der Feststellung: „Weil die Broicher Siedlung die erste Baumaßnahme eines gewaltigen Siedlungsprojektes im Wurmrevier unter faschistischer Herrschaft war, das nach den Vorstellungen der damaligen Machthaber mit der Trockenlegung der Sümpfe vor den Toren Roms vergleichbar werden sollte, gehe ich etwas ausführlicher auf die damals am Siedlungsbau beteiligten Organisationen und Funktionsträger sowie auf die Stellung der Bergarbeiter und die Haltung der NSDAP zur Arbeiterschaft ein“.

So die Autorin, bevor sie abschließend feststellt: „Dieses Buch erhebt nicht den Anspruch, wissenschaftlich zu sein, sondern ich möchte informieren, unterhalten und ein Stückchen Erinnerung bewahren. Ich bin Bewohnerin der Broicher Siedlung, keine Wissenschaftlerin, Historikerin oder Schriftstellerin und möchte mich bei einer Vielzahl von Personen und Institutionen für ihre Mithilfe bedanken“.

Gerade ihre Bescheidenheit ist auch der Grund, warum Elisabeth Aderhold-Marleaux bei der Vorstellung des Buches im Rahmen des Frühlingsfestes der Siedler- und Bürgergemeinschaft soviel Anerkennung, Bewunderung, Lob und Dank durch die Bürgerschaft gezollt wurde.

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