Würselen - Heilig-Geist-Gymnasium: Suche nach Münzen und Geheimgängen

Heilig-Geist-Gymnasium: Suche nach Münzen und Geheimgängen

Von: Nina Krüsmann
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Der Vergangenheit auf der Spur: Schüler der Archäologie-AG am HGG. Foto: Krüsmann
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-Eine römische Münze ist der bislang bedeutendste Fund der Schüler. Foto: Krüsmann

Würselen. Das Suchen und Buddeln hat sich gelohnt: Die 26 Schülerinnen und Schüler der Archäologie-AG am Heilig-Geist-Gymnasium in Broichweiden sind tatsächlich fündig geworden. Stolz präsentierten sie nun ihre bisherigen Ergebnisse und Funde, die bei den Ausgrabungsarbeiten an einer römischen Villa in Broichweiden zutage getreten waren.

„Angefangen hat alles damit, dass ich den Schülern gerne mein Hobby näherbringen wollte und nach geeigneten Orten für Forschungsarbeiten in der Umgebung gesucht habe“, sagt Archäologie-AG-Leiter sowie Latein- und Geschichtslehrer Timo Ohrndorf.

Ganz in der Nähe des HGG wurden die Hobby-Archäologen fündig: „Anfangs haben wir mit zwölf Kindern einfach losgebuddelt, fanden dann nach und nach immer mehr Dachziegel und Tonscherben“, erzählt Ohrndorf, der die AG gemeinsam mit seinem Kollegen, dem Latein- und Sportlehrer Olaf Grodde, leitet. Schnell seien alle vom Forscher-Fieber gepackt worden.

Rund 6000 Jahre alt

Alles, was Schüler und Lehrer finden, geht zunächst an die Wissenschaft und kehrt nach genauer Dokumentation als lebenslange Leihgabe an das Gymnasium zurück. Alle zwei Wochen treffen sich die Mitglieder der AG, sie machen auch Exkursionen in archäologische Museen.

„Der Ausgrabungsort ist ganz in der Nähe der Schule und der Bauer hat uns erlaubt, auch weiterhin hier zu forschen“, verrät Ohrndorf – den genauen Fundort will er mit Blick auf mutmaßliche Antiquitätenräuber aber nicht preisgeben.

Das allererste Fundstück war eine sogenannte Michelsberger Spitzklinge aus der Zeit um 4000 v.Chr.. „Schüler Stephan Hoppe fand sie bei der allerersten Begehung im Oktober 2011“, erinnert sich Ohrndorf, der bei den Vorbereitungen der kleinen Fundstücke-Ausstellung von den beiden Schülerinnen Antonia Zank und An-drea Grünthal große Unterstützung erfuhr. Sie haben die Funde katalogisiert und dokumentiert. Dabei ist eine römische Münze – vermutlich von 180 n.Chr. aus der Zeit von Kaiser Commodus – der momentan spektakulärste Fund.

„Die Arbeiten gehen auch im nächsten Jahr weiter. Zudem wollen wir der Legende nachgehen, die besagt, dass sich auf unserem Schulgelände der Geheimgang einer mittelalterlichen Burg befindet“, blickt Ohrndorf nach vorne.

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