Heilig-Geist-Gymnasium: Deutliche Worte vom Direktor beim Neujahrsempfang

Von: ehg
Letzte Aktualisierung:
4786041.jpg
Gratulation: Beim Neujahrsempfang rückte das HGG verdiente Mitglieder der Schulgemeinde in den Mittelpunkt. Oberstudiendirektor Christoph Barbier (2.v.r.) und seine Stellvertreterin Maria Förster (r.) zeichneten sie aus. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Oberstudiendirektor Christoph Barbier hat den Eindruck, „dass gerade bei der Bildungs- und Erziehungspolitik beziehungsweise deren Auswirkungen Geschwindigkeit und Intensität derzeit aus dem Ruder laufen, obwohl der bildungspolitische Friede auf Landesebene geschlossen worden ist.“ Das führe schnell dazu, dass Tage ohne Punkt und Kommata abliefen.

Dabei sei es sowohl für den schulischen Alltag, als auch für das alltägliche Leben wichtig, Punkte und Kommata zu setzen, zwischen Wichtigem und Dringlichem zu unterscheiden und auch manchmal die sprichwörtliche lange Bank in Anspruch zu nehmen.

Wenig Verständnis zeigte Barbier beim Empfang des Heilig-Geist-Gymnasiums zum neuen Jahr dafür, dass – meist durch Wahlkämpfe in anderen Bundesländern angeheizt – die Diskussion über die Rückkehr zu G 9 immer wieder auflebe. Er hielt es mit Ministerin Sylvia Löhrmann, „dass die Gymnasien in NRW bei G 8 bleiben und versuchen sollten, dieses so anzupassen, dass es für die Schüler machbar und erfolgreich ist“.

Den Herausforderungen gestellt

Das Heilig-Geist-Gymnasium habe sich den Herausforderungen gestellt. Es entwickele sich derzeit zu einer Schule, „bei der neben dem weiterhin sehr wichtigen Fachunterricht Einheiten zur Lern- und Lebensbewältigung auf dem Stundenplan stehen“. Barbier weiter: „Lernen und Zusammenleben stehen gleichermaßen im Mittelpunkt unserer schulischen Arbeit.“

Er gestand offen, die Umwandlung einer G9-Schule in eine G8-Schule und dann noch von einer sogenannten Halbtags- in eine Schule als Lebensraum sei eine Herkulesaufgabe, die nicht von heute auf morgen zu lösen sei, zumal es nicht die einzige sei. Barbier: „Wir sind auf unserem Weg schon ein gutes Stück vorangekommen, durchaus erfolgreich.“ Er bedankte sich bei allen, die sich sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schulgemeinde konstruktiv der gewaltigen Herausforderungen des vergangenen Jahres gestellt hätten. Er wünschte sich für 2013, „dass sowohl unser Herzschlag und unsere Atmung als auch die schulpolitischen Entwicklungen nicht, beziehungsweise nicht zu häufig die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschreiten möge“.

Der Schulleiter zeichnete Schülerinnen und Schüler aus, die durch außergewöhnliche Leistungen in 2012 geglänzt hatten. Er begann mit Moritz Lafendt, der wiederholt und diesmal sehr erfolgreich an der Chemie-Olympiade teilgenommen hatte. Er erreichte die dritte Runde für die 60 besten Schüler bundesweit und wurde zum Landesseminar NRW und zum einwöchigen Auswahlseminar nach Göttingen eingeladen.

Ausgezeichnete Schüler

Beim Certamen Carolinum, dem Landeswettbewerb in den Alten Sprachen, gewann Beatrice Wilden im vergangenen Jahr den ersten Preis. In drei aufeinander folgenden Runden qualifizierte sie sich für das Finale und gewann ein Reisestipendium durch Griechenland sowie die Teilnahme an einem Auswahlseminar.

HGG-Schüler Clemens Ulrich erzielte im Fach Mathematik beim Bundeswettbewerb in der NRW-Runde den ersten und auf Bundesebene einen dritten Preis.

Den Eurode-Kunstpreis 2012 gewann bei den Jugendlichen Eva Simons. Ihr Bild ist im Jahresbericht abgedruckt.

Die Schülerin, die am HGG Theater macht, heißt Aylin Duma. Sie leitet eine Theater-AG für die unteren Klassen mit 25 Teilnehmern. Derzeit werden zwei Stücke („Rocker Popper“ und „Spanien olé“) eingeübt, die am Donnerstag, 30. Januar, aufgeführt werden. Die ehemalige HGG-Theater AG „Bühnenreif“ kann mit Lehrer Wilfried Bonn mittlerweile ihr 15-jähriges Bestehen feiern. Durch ihre Verbundenheit zur Schule sei sie nach wie vor gute Botschafterin des HGG.

Barbier würdigte nicht minder die Arbeit der Medien-AG, die von aktiven Schülern, Ehemaligen und Lehrern geleistet wird. In der freien Zeit kümmert sich die „eingeschworene Truppe“ qualifiziert und engagiert um das pädagogische, aus rund 180 Computern beziehungsweise 27 Medienanlagen bestehende Computernetz.

Bei der musikalischen Darstellung der Schule ließen Jeannine Leyendecker und der Ehemalige Marvin Halog nicht nur als Hauptdarsteller des Rock-Oratoriums „Die 10 Gebote“ aufhorchen, sondern verliehen auch der Schülerband „Barber‘s Daydream“ ihre Stimme. Herzlich bedankte sich Barbier nicht zuletzt beim mittlerweile 50-köpfigen Schulorchester unter Martin Busch, das auch den Neujahrsempfang mit „Robin Hood“, der Filmmusik zu „Prince of Thieves“, und mit „Tales of Vandosar“ eindrucksvoll gestaltete.

Sozial engagiert

Stellvertretende Schulleiterin Maria Förster ehrte Sarah Pelzer und Sina Arens für ihren Einsatz beim Senegal-Projekt. Beim Sponsored Walk hatten die Klassen 6a, 6b und 7c die höchsten Beträge eingelaufen. Sie erhielten einen Senegal-Korb voller Süßigkeiten.

Dem Empfang voraufgegangen war ein von Pater Johannes Henschel zelebrierter und von einem Bläserquartett musikalisch gestalteter Gottesdienst.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert