Herzogenrath - Heftige Diskussion um FrauenKomm-Finanzierung

Heftige Diskussion um FrauenKomm-Finanzierung

Von: bea
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Herzogenrath. Im Kreuzfeuer fand sich im Zuge der Diskussion um die Zukunft des Frauenkommunikationszentrums im Eurodebahnhof auch Gleichstellungsbeauftragte Birgit Kuballa, eine der Initiatorinnen des Projekts. Zum heftigen Kritiker hat sich die SPD entwickelt, nicht etwa inhaltlich, aber in puncto Finanzierung.

Nach drei Jahren könne sich das FrauenKomm selbst tragen, erinnerte SPD-Fraktionschef Gerhard Neitzke an die wirtschaftlichen Prognosen von einst. Statt dessen gebe es nun erhebliche Finanzprobleme, appellierte er an die Gleichbehandlung aller Vereine und gegen die von der schwarz-grünen Kooperation beantragte Aufstockung der Zuschüsse von 3000 auf 7500 Euro: „Es geht nicht, dass hier Geld plötzlich keine Rolle mehr spielt”, forderte Neitzke eine Grundsatzdiskussion zur Nutzung des Bahnhofsgebäudes insgesamt.

Sein CDU-Kontrahent Reimund Billmann hingegen ging in die Bresche für die Netzwerkarbeit, die im FrauenKomm geleistet werde. „Unser Antrag sagt weit mehr aus als eine bloße Zuschusserhöhung”, verwies er auf die Vielzahl der Daueraktionen und der weitergehenden sozialen und kulturellen Nutzungen des Bahnhofs vor dem Hintergrund auslaufender Projektförderungen.

„Da ein Großteil der öffentlich geförderten Projekte nur kostengünstig und nicht kostendeckend an die Nutzerinnen weitergegeben werden können, bleiben Overhead-Kosten, die auch nicht durch verstärkte Untermietung des sich als Beratungshaus etablierten Alten Bahnhofs und durch sonstige Einnahmen mehr abgefedert werden können.”

Und, an Gerd Neitzke gerichtet: „Ich weiß nicht, wie Sie auf die Idee kommen können, das Frauenkommunikationszentrum mit anderen Vereinen zu vergleichen.” In der Antragsbegründung stellen Billmann und Grünen-Fraktionssprecher Folker Moschel das FrauenKomm als etablierte Beratungsinstanz „mit parteiunabhängiger Netzwerkfunktion für alle wichtigen sozialen in der Städteregion angesiedelten Stellen” heraus.

Beigeordnete Birgit Froese-Kindermann legte dar, dass man seinerzeit nicht damit gerechnet habe, dass sich das FrauenKomm zu solch einem Beratungszentrum generieren würde. Erst in einem halben Jahr lasse sich sagen, wie sich das Netzwerk unter den neuen Bedingungen, sprich dem Wegbrechen der Förderung diverser Projekte, entwickeln werde. Wie Birgit Kuballa darlegte, hat die Geschäftsführung mit allen Fraktionen Gespräche geführt und - mit angestoßen durch die SPD - auch neue Projekte akquiriert.

Reimund Billmann erinnerte an den Verein für allgemeine und berufliche Weiterbildung (VabW), „der eigentlich schon pleite war”, und jetzt wieder gut da stehe. Björn Bock (FDP), immer gegen den Ankauf des Bahnhofs, fand es hingegen „bitter, dass wir nun etwas fördern müssen, damit wir keine Zuschüsse zurückzahlen müssen. Damit sind wir erpressbar geworden!” Toni Ameis, Fraktionschef der „Linke”, fand es wiederum „gut, was die Frauen machen” - und votierte mit der Kooperation für die Zuschusserhöhung.
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