Hebammen: Herzogenrather Frauenbündnis fordert Umdenken

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Macht sich für Hebammen und ihre Arbeit stark: das Frauenbündnis Herzogenrath. Foto: Beatrix Oprée

Nordkreis. Lobbyarbeit für die Geburtshelferinnen möchte auch das Frauenbündnis in Herzogenrath mit seiner Aktion ein Herz für Hebammen leisten. Laut Berufsordnung haben Hebammen Schwangere und junge Mütter vollumfänglich zu betreuen und zu begleiten. Sie sind die Fachfrauen für eine gesunde Schwangerschaft und bei Beschwerden.

Und sie haben eine Lotsenfunktion. Alles das soll erhalten bleiben im Sinne der Frauen und Familien. Das Frauenbündnis prangert zudem an, dass Schwangerschaften und Geburten, die grundlegendste und natürlichste Sache der Welt, immer mehr der Wirtschaftlichkeit unterliegen, Geburtshilfe in Deutschland daher immer weiter zentralisiert werde. Krankenhäuser mit unter 1000 Geburten im Jahr gälten als unrentabel, nur noch das Controlling zähle, fordert Gleichstellungsbeauftragte Birgit Kuballa endlich ein Umdenken in der Gesellschaft.

Anne Fink vom Frauenbündnis sagt: „Es ist wichtig, dass wir uns für einen reinen Frauenberuf stark machen. Es wäre ein Riesenverlust, wenn dieses Berufsbild verloren ginge. Eine erfahrene und vertrauenswürdige Hebamme ist für viele Frauen das wichtigste überhaupt im gesamten gesunden Prozess der Mutterwerdung.“

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