Alsdorf - Haus- und Grundbesitzerverein: Vermieter vor Fallstricken gewarnt

Haus- und Grundbesitzerverein: Vermieter vor Fallstricken gewarnt

Von: Yannick Longerich
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Rechtsanwalt Tobias Hundeshagen (3.v.r.) gab vielseitige Ratschläge, damit die Vermietung der eigenen Immobilie sowohl für den Mieter als auch für den Vermieter keine unangenehmen Probleme nach sich zieht. Seine Vorstandskollegen (v.l.n.r.) Anneliese Maetschke, Helmut Eßer, Josefime Lürkens , Prof. Dr. Peter Rasche und Günther Maetschke lauschten gespannt. Foto: Yannick Longerich

Alsdorf. Eine kleine „Verschnaufpause“ zum Ende eines turbulenten Jahres kündigte Professor Dr. Peter Rasche, Vorsitzender des Haus- und Grundbesitzervereins Alsdorf und Umgebung (Haus und Grund), im Vorfeld an. Unübersichtliche Situationen in der Landes- und Bundespolitik haben auch unmittelbaren Einfluss auf die Arbeit der Eigentümervereine.

Zur Jahreshauptversammlung legten die Verantwortlichen den Fokus auf die drängenden Fragen in puncto Vermietungen. Pünktlich zur Veröffentlichung des neuen Mietspiegels für Alsdorf referierte Geschäftsführer Tobias Hundeshagen in einem kurzweiligen Vortrag über rechtliche Fallstricke bei der Vermietung der eigenen Immobilie.

Während der bemerkenswert reibungslos verlaufenden Neuwahlen des Vorstands wurden alle bisherigen Mitglieder ohne jegliche Gegenstimmen im Amt bestätigt – nicht nur formell ein großes Lob für die bislang geleistete Arbeit. Neben Professor Rasche bilden den Vorstand weiterhin Günther Maetschke (2. Vorsitzender), Anneliese Maetschke (Schatzmeisterin) sowie Tobias Hundeshagen (Schriftführer). Als Rechnungsprüfer stehen Helmut Butz und Helmut Eßer bereit, Josefine Lürkens wird erneut als Ersatzrechnungsprüferin eingesetzt.

In seinen weiteren Tätigkeiten als Vorsitzender der Kollegen von Haus und Grund Aachen sowie des Landesverbandes Haus und Grund Rheinland betonte Rasche, dass in politisch turbulenten Zeiten eine Kooperation von Politik und Vereinen wichtiger denn je sei. Politisches Gewicht sei jedoch vor allem durch Wähler- und Arbeitgeberpotential zu erreichen – beides können Hauseigentümer bieten. Dass von den bundesweit knapp vier Millionen privaten Hauseigentümern nur ungefähr ein Viertel in den Vereinen von Haus und Grund Deutschland vernetzt sind, sei ein Punkt, an dem es anzusetzen gilt.

Nach dem politischen Diskurs schwenkte Referent Hundeshagen zurück zum „Alltagsgeschehen“. Abschlüsse von Mietverhältnissen gehöre zwar zum Kerngeschäft der Vereinsmitglieder, jedoch stolpern auch „alte Hasen“ immer noch über den ein oder anderen Punkt. In Anbetracht der Tatsache, dass 3,9 Prozent des Alsdorfer Wohnungsmarktes auf Haus-und-Grund-Mitglieder fallen, verdeutlichte Hundeshagen, dass der Vermieter auch immer ein Produkt anbietet. Aussagekräftige Fotos und detaillierte Informationen seien das Fundament einer gelungenen „Produktanbietung“.

In Bezug auf die Auswahl des künftigen Mieters warb Hundeshagen für einen gegenseitigen Aufbau von Vertrauen. Eine ausgefüllte Mieterselbstauskunft ist zwar nicht verpflichtend, jedoch erzeugt sie beim möglichen Vermieter eine größere Vertrauensbasis. Sollten diverse Zweifel vor einer Vermietung aufkommen, rät Hundeshagen vor einem vorschnellen Vertragsabschluss ab: „Lassen sie das Objekt im Zweifel lieber eine Zeit leer stehen, als dass sie es mit einem schlechten Gefühl vermieten.“

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