Haus Setterich: Ausgangspunkt für funktionierendes Gemeinwesen

Von: mas
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Bald auch mit Leben gefüllt:
Bald auch mit Leben gefüllt: Das Gebäude steht, nun geht es noch um die inhaltliche Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Bald kommt Leben hinein. Noch in diesem Jahr soll das Haus Setterich seiner Bestimmung übergeben werden. Ein paar wetterbedingte Verzögerungen sind überwunden, „wir gehen davon aus, dass wir im Juni fertig werden”, hatte Baesweilkers Beigeordneter Frank Brunner frohe Kunde für die Mitglieder des Ausschusses Jugend und Soziales.

Das im Rahmen des ehrgeizigen Projekts Soziale Stadt Setterich-Nord gebaute Haus soll einer vielfältigen Nutzung dienen. Die Stadt hat dazu mit dem Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) einen Kooperationsvertrag geschlossen.

DRK als Betriebsträger

Das DRK wird das Haus leiten und „die Betriebsträgerschaft für diese Bürgerbegehungsstätte” - wie es im Amtsdeutsch formuliert wurde - übernehmen. Erste Planungen, wie das Haus künftig genutzt wird, wurden jetzt im Settericher Rathaus vorgestellt.

Das Nutzungskonzept wird derzeit von Stadt Baesweiler und DRK gemeinsam erstellt. Alle Maßnahmen, das wurde betont, „sollen grundsätzlich allen Bewohnerinnen und Bewohnern unabhängig von ihren finanziellen Ressourcen zugänglich sein”.

Das Haus dient einerseits dem hauptamtlichen Personal als Stadtteilbüro. Geplant ist zudem, es als Stadteilladen, Musikbunker, Medienstation, Theater, Kinderakademie, als Erzählcafé, Qualifizierungsbörse, Heimatstube oder Netzwerk für Betriebe/Schulabgänger zu nutzen.

Dort sollen Stadtteilfeste wie auch Informationsveranstaltungen ausgerichtet werden. Ebenso soll der angrenzende Quartiersgarten ins Nutzungskonzept eingebunden werden. Teilhaben, so stellen sich DRK und die Stadt vor, „sollen Menschen von unterschiedlicher Herkunft, Geschlecht, Alter und Milieu”.

Jeder solle gefördert und die jeweilige Lebenssituation berücksichtigt werden. Verwaltungsseitig habe man festgestellt: „Sowohl in Setterich als auch in Baesweiler ist eine ganz große Bereitschaft erkennbar, sich ehrenamtlich einzubringen.” Es sei aber auch so, „dass sich nicht alle Menschen an Vereinsstrukturen binden wollen”, gibt Dezernent Frank Brunner zu bedenken.

Auch für Vereine

Seit Projektbeginn werden Bedarfspläne erarbeitet. Daran sind verschiedenste Gruppierungen und Institutionen beteiligt. Dazu gehört auch das Amt für Kinder, Jugend und Familie der Städteregion, das im Hause regelmäßig Sprechstunden abhalten wird.

Den Settericher Vereinen soll das Haus ebenfalls zugänglich gemacht werden, um beispielsweise Versammlungen und Feste abhalten zu können. Eine private Nutzung scheint „aufgrund des Zuwendungszweckes” eher fraglich.

Stadt und DRK sind sich einig, es sei „perspektivisch anzustreben, dass das Haus Setterich sich zu einem wichtigen Ausgangs- und Kristallisationspunkt eines funktionierenden Gemeinwesens entwickelt”.

Der Ausschuss verständigte sich einstimmig darauf, die Verwaltung mit der Erarbeitung eines Betriebsträgervertrages, der mit dem DRK geschlossen werden soll, zu beauftragen. Nutzungskonzept und Betriebsträgervertrag sollen mit dem Stadtteilbeirat abgestimmt werden. CDU-Sprecher Hendrik Schmitz hob hervor: „Wir begrüßen es, dass hier ein offenes Haus entsteht.”

Gedanken müsse man sich auch machen, was passiere wenn Förderverträge auslaufen, gab SPD-Fraktionsvorsitzende Gabi Bockmühl zu bedenken. Darauf sei die Stadt vorbereitet, erklärte Frank Brunner.

Einerseits setze man auf eine Verselbständigung des Hauses, andererseits werde nach Möglichkeiten weiterer Förderquellen gesucht.
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