Haus „Serafine“: Senioren profitieren von der guten Kooperation

Von: ehg
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Zur Gestaltung der Feier im Haus „Serafine“ trugen auch Kinder des Kindergartens St. Lucia mit der „Raupe Nimmersatt“ bei: Die Kooperation des Seniorenheims mit dem Ambulanten Hospizdienst der Aachener Caritasdienste ist gut angelaufen. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Ein Seniorenheim wie das Haus „Serafine“ an Helleter Feldchen 51 in Weiden ist ein lebenswerter Ort für das Leben im Alter. „Auch wenn die Menschen heute immer älter werden, bleibt der Umgang mit der letzten Lebensphase aber oft unausgesprochen“, weiß die Leiterin Barbara Wisniewski aus ihrer reichen Erfahrung zu berichteten.

 Ihr Haus hat deshalb eine Kooperation mit dem Ambulanten Hospizdienst der Aachener Caritasdienste in Alsdorf, Bettendorfer Straße 30, auf den Weg gebracht. Seit dem 1. Juni 2015 kann „Serafine“ durch sie eine zusätzliche Unterstützung für Bewohner und Angehörige anbieten. Nachdem sie das Laufen gelernt hat, hatte das Cellitinnen-Wohnhaus einen guten Grund, die Zusammenarbeit zu feiern. Kontakte zwischen beiden Einrichtungen knüpfte im „Vorfeld“ bereits über Jahrzehnte Ordenschwester Felicitas Mispagel, eine von 49 ehrenamtlichen Mitarbeitern in Nordkreis.

Zur Feier des Tages begrüßte die Seniorenhausleiterin neben Bewohnern und deren Angehörige die Koordinatorin des Ambulanten Hospizdienstes der ACD, Stephanie Eßer, und etliche ehrenamtliche Mitarbeiter, aber auch Bürgermeister Arno Nelles, der den beiden Einrichtungen zu ihrer Initiative gratulierte. Dabei betonte er, dass nicht zuletzt in den vielfältigen sozialen Bereichen Netzwerke enorm wichtig seien. Wie Barbara Wisniewski erklärte, sei das Ziel der Zusammenarbeit, die Lebensqualität der Bewohner ihres Hauses nach Maßgabe ihrer eigenen Wünschen und Vorstellungen zu erhalten. Das geschehe seit Juni intensiver als bisher. Denn Seniorenhaus, ambulanter Hospizdienst, behandelnde Hausärzte und Palliativ-Mediziner arbeiteten nun besser und abgestimmter zusammen.

Ehrenamtler ausgebildet

Wie Koordinatorin Eßer erläuterte, beinhalte die heutige Hospizidee ein umfassendes Betreuungs- und Pflegekonzept für Menschen mit einer schweren und unheilbaren Erkrankung.

Die ausgebildeten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besuchen erkrankte Menschen und ihre Familie zu Hause, im Altenheim oder im Krankenhaus. Sie sind verlässliche Begleiter, gute Zuhörer und unterliegen der Schweigepflicht. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen die Bedürfnisse der erkrankten Menschen und deren Familien. Eßer: „Wir wollen, dass Menschen ihren letzten Lebensabschnitt in Würde, Schmerzfreiheit und Selbstbestimmung erleben können.“ Der Dienst verstehe sich als Ergänzung zur palliativmedizinischen und palliativpflegerischen Versorgung.

Durch die Kooperation werde – so Seniorenhausleiterin Wisniewski – das Angebot der Mitarbeiter, Seelsorger und Ordensschwestern sinnvoll ergänzt.

Der Ambulante Hospizdienst der Aachener Caritasdienste wurde 1947 gegründet. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Nordkreis Aachen ehrenamtlich tätig. Das Angebot des ambulanten Hospizdienstes ist kostenfrei und unabhängig von Alter, Herkunft, Lebensstil, Religion und Weltanschauung.

Zur Gestaltung der Feier trugen neben Hausmusikus Friedrich Götz auch Kinder des Kindergartens St. Lucia durch ihre „Raupe Nimmersatt“ nicht nur zur Freude der Hausbewohner bei.

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