Haus 167 an Kohlscheider Südstraße ist kein „Highlight“

Von: mabie
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Keine Schöhnheit mehr: Ein Investor hat Abrisspläne für das Haus 167 an der Südstraße. Fraglich bleibt, ob dort ein Interessent nach seinen Wünschen einen Neubau realisieren kann. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Die Rollos sind längst dicht, die Werbetafel am Grundstücksende hat sicherlich auch schon lange kein frisches Bild mehr gesehen. Und so langsam aber sicher blättert hier und da die Farbe ab. Das Gebäude an der Südstraße 167 ist bestimmt keine Schönheit mehr. Längst unbewohnt, wurde das Haus in der jüngsten Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses zum Diskussionsthema.

Es gibt einen Interessenten aus der Stadt, der sich mit dem Gedanken trägt, die Parzelle in Kohlscheid zu erwerben. Das zweigeschossige Wohngebäude soll seinen Planungen zufolge samt der angrenzenden Nebengebäude abgerissen werden. Der dann folgende Neubau soll ebenfalls zwei Geschosse umfassen, die sich nach den Festsetzungen des aktuellen Bebauungsplanes in Länge, Höhe und Breite ausrichten und sich an der bestehenden Bebauung orientieren.

Zwei Vollgeschosse sowie ein ausbaufähiges Dachgeschoss als dritte Wohnebene sind vorgesehen. Allerdings wünscht sich der Interessent im Rahmen seiner Bauvoranfrage für den ruhenden Verkehr „eine einvernehmliche Lösung im Zuge einer weiterführenden Planung.“

Nun könnte die in diesem Bereich als Fußweg ausgeführte Kamperstraße von derzeit drei Metern Breite im Zuge einer neuen Straßenplanung in Kohlscheid auf sechs bis acht Meter anwachsen. Daher, so die Verwaltung in ihren Erläuterungen, sei eine rückwärtige Bebauung der Parzelle nach derzeitigem Planungsrecht nicht möglich, könnte aber bei geänderten Plänen mittel- oder langfristig kommen.

„Da im Falle einer massiven Bebauung der Südstraße 167 ein Ausbau der Kamperstraße und somit auch die zukünftige Erschließung der nördlich der Kamperstraße gelegenen Bereiche unmöglich wird“, wie es weiter von Verwaltungsseite heißt, muss an dieser Stelle neu geplant werden.

So könnte es sein, dass die Vorstellungen des Interessenten nicht umgesetzt werden können, wohl aber eine Bebauung im rückwärtigen Bereich des Geländes möglich wird. So viele Konjunktive auf einmal – das rief die Ausschussmitglieder auf den Plan. „Das Haus mit der Nummer 167 ist kein Highlight auf der Südstraße“, gab SPD-Vertreter Dr. Manfred Fleckenstein zu bedenken.

Vor dem Hintergrund des Investoreninteresses und den wahrscheinlich bis zu zwei Jahren, die ins Land ziehen könnten, ehe ein belastbarer Bebauungsplan stehe, regte er an, dass die Verwaltung mit dem potenziellen Käufer spricht. „Wir wollen zügig eine bessere Situation schaffen“, so Fleckenstein weiter, der sich dafür aussprach, dass die Pläne für die Hausnummer 167 umgesetzt werden, ohne dass dafür bereits ein kompletter Bebauungsplan auf dem Tisch liegt.

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