Baesweiler - Hauptstraße in Setterich: Stück für Stück mehr Lebensqualität

Hauptstraße in Setterich: Stück für Stück mehr Lebensqualität

Von: Sigi Malinowski
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Keineswegs das Tuch, vielmehr
Keineswegs das Tuch, vielmehr das Band ist zerschnitten: Zur Übergabe der umgebauten Hauptstraße freuten sich (v.r.) der Vorsitzende des Gewerbesvereins (GV), Alfred Pütz, Baesweilers Bürgermeister Dr. Willi Linkens, Technischer Beigeordneter Peter Strauch, GV-Geschäftsführer Ulrich Rösseler, GV-Schriftführer Klaus Schäfer, Sparkassendirektor Manfred Aretz und GV-Kassiererin Elisabeth Schäfer. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Der Chef persönlich hat die Werbetrommel gerührt. „Flanieren Sie ein bisschen und schauen Sie, was wir zu bieten haben”, regte Setterichs Gewerbevereins-Vorsitzender Alfred Pütz an. Das war auch am Sonntagmorgen gut möglich.

Denn die Hauptstraße, die Hauptverkehrsachse im Kern des Dorfes, war gesperrt. Anlass war die Übergabe des nächsten Teilstückes, das umgebaut worden war.

Knackig kalt wars, aber das betraf nur die Außentemperaturen. Innerlich „wärmten” sich viele Settericher, so wars jedenfalls zu vernehmen, an der Umgestaltung ihrer Hauptstraße - des Abschnittes Im Bongert bis zur Schnitzelgasse.

Keine „Fußbodenheizung”

Gewerbe und Stadt hatten diesen Anlass auch dazu genutzt, ein Herbstfest auszurichten. Doch bevor getanzt (Young Spirits Setterich), Ferrari, Traktoren, Feuerwehrautos bestaunt oder rustikal gespeist und ein Bierchen genommen wurden, ergriff Baesweilers Bürgermeister Dr. Willi Linkens das Mikrofon. „Leider haben wir es versäumt, eine Fußbodenheizung mit einzubauen”, schaute er mit einem Augenzwinkern auf das neue Teilstück.

Innerhalb von gut vier Monaten hatte man der Straße einen neuen Zuschnitt verpasst, die Parkmöglichkeiten geändert, die Fahrbahn neu gedeckt, Platten und Pflaster eingebaut. „Dies ist die zweite Maßnahme nach dem Umbau des Neuen Marktes”, erinnerte der Ratschef und nannte auch gleich eine Zahl. Insgesamt wurden 622.000 Euro investiert, die zu 60 Prozent gefördert wurden. Dazu kamen - von der Stadt übernommene Planungskosten - von 100.000 Euro. „Wir sind froh, dass dieser Bereich so gut angenommen wird und mit sehr unterschiedlichen Angeboten aufwartet”, betonte Linkens im Beisein vieler Gäste, zu denen neben der kompletten Stadt- und Gewerbevereins-Spitze auch Sparkassendirektor Manfred Aretz gehörte.

Die Zusage der Stadt an die Gewerbetreibenden hatte gelautet, „wir werden fertig, bis das Weihnachtsgeschäft anläuft”. Damit blieb die Stadt im Plan. Linkens erwähnte ausdrücklich: „Wir danken allen, die Verständnis für die Einschränkungen in dieser Zeit aufbrachten.”

Themen wie Umsatzeinbußen oder einer - wie Samstag berichtet - von Bürgern empfundenen verschlechterten Verkehrsführung wurden von keiner Seite auf die Tagesordnung gehievt. Froh sei er, so äußerte sich Linkens weiter, „dass wir diese Maßnahmen in sehr gutem Einvernehmen mit den Beteiligten angehen durften”.

Die dritte Baumaßnahme in Setterich ist auch schon kalendarisch festgeschrieben. „Nach dem Winter”, vermuten Linkens und Technischer Beigeordneter Peter Strauch, „werden wir mit dem dritten Abschnitt beginnen.” Dieser zieht sich von der Schnitzelgasse bis zur Sparkasse, Einmündung Emil-Mayrisch-Straße.

Der vierte und letzte Abschnitt zur Umgestaltung Setterichs im Rahmen des Projektes „Soziale Stadt” soll dann im Frühjahr 2014 erfolgen. Er reicht von der Sparkasse bis zur Bahnstraße und bindet auch den Platz an der Pfarrkirche St. Andreas ein. Dann wird man stattliche 2,2 Millionen Euro investiert haben, zu denen nochmals 300.000 Euro Planungskosten kommen.

Und bis dahin hofft man auch, einen Wunsch aller Beteiligten umgesetzt zu haben. Linkens formulierte das so: „Wir konnten nur die äußeren Voraussetzungen schaffen. Nun ist das Gewerbe, sind die Menschen gefordert, diese Bereiche mit Leben zu erfüllen.” Ein guter Anfang wurde Sonntag jedenfalls gemacht.
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