Harry Haller neuer evangelischer Pfarrer

Von: ehg
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Würselen. Das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Würselen hat in einer Sondersitzung nach dem Probegottesdienst und der Probekatechese einstimmig den von der Landeskirche vorgeschlagenen Pfarrer Harry Haller zum Nachfolger des am 1. Januar 2009 in den Ruhestand getretenen Ido Pizzini gewählt.

Der Termin für dessen feierliche Einführung durch den Superintendenten steht noch nicht fest.

Für den 52-Jährigen geht ein Herzenswunsch in Erfüllung. Denn nach sechs Jahren als Pfarrer im Saarland und zuletzt vier Jahren in Erftstadt zieht es ihn ins Rheinland zurück: „Ich freue mich auf die neue Stelle und die lebendige Gemeinde”, so Haller.

Aufbruchstimmung

1956 in Landau in der Südpfalz geboren, zog die Familie nach Essen, als er gerade vier Jahre alt war. Die Aufbruchstimmung, die in den 70er Jahren nach der Schließung der Zechen herrschte, hat den Pfarrer in jungen Jahren geprägt.

Nach dem Zivildienst in einem Krankenhaus studierte der Liebhaber moderner Kunst und Freund von Jazz-, Rock- und klassischer Musik zunächst Religionspädagogik in Düsseldorf, um anschließend noch Theologie in Bochum und Wuppertal drauf zu setzen.

Dabei war das Studium für den Absolventen der Fachoberschule anfangs recht anstrengend, da er nicht nur Hebräisch, sondern auch Griechisch und Latein lernen musste.

Im Anschluss an das Studium folgten Vikariat und Hilfsdienst in der Essener Innenstadt von 1990 bis 1993 sowie ein Einsatz als Pastor im Sonderdienst in Ratingen von 1994 bis 1999.

Zu seinen dortigen Aufgaben zählten unter anderem die Arbeit mit Asylbewerbern. Dabei lernte er, wie wichtig die Zusammenarbeit mit anderen, meist städtischen Stellen ist, um auch Menschen zu erreichen, die nicht von sich aus in die Kirche gehen.

Die unvoreingenommene Neugier und das ehrliche Interesse an Menschen in ihrer Vielfalt, die ja schließlich eine Gemeinde ausmachen, sind für Haller wichtige Eigenschaften eines Pfarrers.

Hier möchte er auch in Würselen ansetzen, die Gemeinde mit all ihren Facetten kennen lernen und als Ort des Zusammenkommens pflegen. Der „Dienst am Menschen” liegt dem neuen Pfarrer dabei besonders am Herzen.
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