Harmonieverein St. Petrus zeichnet Mitglieder aus

Von: Margret Nußbaum
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Treue: Detlef Tylewski (2.v.l.), Vorsitzender des Harmonievereins St. Petrus, ehrte Heinz-Willi Bergs, Marlies Dackweiler, Herbert Geller und Sibylle Paffen (v.l.) für langjährige Mitgliedschaft. Foto: Margret Nussbaum

Baesweiler. 50 Jahre inaktive Mitgliedschaft im Harmonieverein St. Petrus: Das spricht für Begeisterung und Treue. Dass aus dieser goldenen Hochzeit einmal eine diamantene und eiserne wird, davon ist Marlies Dackweiler (73) fest überzeugt: „Ich bin stolz, diesem Verein so lange die Treue gehalten zu haben.“

Angeworben wurde die damals 23-Jährige von ihrem Kollegen Gerhard Esser. „Ich arbeitete in der Verwaltung der Zeche Carl Alexander“, erinnert sich Dackweiler. „Gerhard gehörte dem Vorstand des neu gegründeten Jugendblasorchesters St. Petrus an.“ Der Deal unter Kollegen kam zustande. Und die Jubilarin hat ihre Treue zum Harmonieverein nie bereut.

„Das habt ihr wieder toll gemacht!“, lobt sie die Verantwortlichen beim Herbstkonzert. Kaum ein Konzert habe sie in all den Jahren versäumt, sagt Dackweiler. „Meine Tochter Ines hat im Harmonieverein viele Jahre Querflöte gespielt und sich immer sehr wohl gefühlt“, erzählt sie.

Die Jugendarbeit sei außergewöhnlich gut: „Das beweist diesmal wieder der Auftritt des Orchesters der Musikklasse unter Leitung von Johannes Schamberg. Es ist lobenswert, dass der Verein es in all den Jahren geschafft hat, immer neuen Nachwuchs heranzuziehen und Kinder für die Musik zu begeistern. In den Unterricht wird viel investiert. Ich bin stolz, mit meiner Mitgliedschaft solches Engagement unterstützen zu dürfen.“

Genauso viele Jubilarsjahre wie Marlies Dackweiler hat Heinz-Willi Bergs „auf dem Buckel“. Auch ihn zeichnete Vorsitzender Detlef Tylewski für 50 Jahre Vereinstreue aus. Die ersten 21 Jahre war Bergs mit seinem Tenorhorn sogar aktives Mitglied. „Der Zusammenhalt im Verein war immer bestens“, lobt er, „ich denke immer noch gern an unsere Reisen, etwa in die englische Partnerstadt und nach Schweden. Das waren für uns Kinder und Jugendliche tolle Zeiten.“

Im schwedischen Karlskrona hat Bergs 1975 sogar seine Ehefrau Marianne kennengelernt. Dass Bergs heute „nur“ noch inaktives Mitglied ist, hat berufliche Gründe: „Ich bin viel unterwegs und kann nicht regelmäßig an den Proben teilnehmen.“ Neben Marlies Dackweiler und Heinz-Willi Bergs wurden Sibylle Paffen für 45 Jahre und Herbert Geller für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Dass es auch künftig nicht an Mitgliedern mangeln wird, die für ihre Treue geehrt werden, zeigte die hohe Besucherzahl beim Herbstkonzert.

Nach der Musikklasse spielte das Stammorchester – dirigiert von Jürgen Reimann. Günter Bergs führte in lockerer Art durchs Programm mit Highlights wie der Filmmusik aus „Harry Potter“ oder „Lord Tullamore“, dazu einem „Latin Pop Special“ und einem grandiosen Solo des 16-jährigen Tenor-Saxophonisten Bastian Kind.

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