Baesweiler - Harmonieverein mit Klassik und Schlager

Harmonieverein mit Klassik und Schlager

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
9280794.jpg
Feine Klangvielfalt: Beim Auftrtii im PZ servierten die Musiker alte und neue Klassiker.

Baesweiler. Was Wien recht ist, kann Baesweiler nur billig sein: das Neujahrskonzert nämlich, das hier wie dort Scharen von Musikfreunden zusammenbringt. Detlef Tylewski, Vorsitzender des Harmonievereins St. Petrus, und Dirigent Jürgen Reimann konnten jedenfalls über einen Mangel an Zuhörern nicht klagen.

Nicht einen freien Platz gab es im Pädagogischen Zentrum des Gymnasiums, als dort der stellvertretende Vorsitzende Günter Berg als Moderator das Wort ergriff.

Klare Ordnung

Kenntnisreich führte Berg, zugleich aktives Mitglied im Orchester, die Zuhörer durch das Programm. Seine Kollegen aus dem so genannten Stammorchester und ihr künstlerischer Leiter machten dem Conferencier die Aufgabe leicht und boten eine bunte Vielfalt an Musik, die vielen Interessen gerecht wurde. Dabei herrschte in der Abfolge der Stücke eine klare Ordnung: Vor der Pause erklangen eher klassische Werke mit volkstümlichem Charakter – nach der Unterbrechung waren Swing und Schlager an der Reihe.

Von der Qualität der Darbietungen überzeugten sich unter anderem Bürgermeister Dr. Willi Linkens und Pfarrvikar Hans-Peter Jeandrée. An Abwechslungsreichtum und schwungvoll ausgelebter Spielfreude ließen es der Dirigent und die Seinen dabei niemals fehlen. Mitreißend und farbig gestalteten sie schon den einleitenden „Triglav-Marsch“ von Julius Fucik.

Von den folgenden Kompositionen gerieten ihnen Johannes Brahms‘ „Ungarischer Tanz Nr. 5“ und Eduard Strauss‘ „Bahn frei“ besonders farbenreich – nicht nur, weil Jürgen Reimann dabei mit der Leuchtkelle eines Fahrdienstleisters hantieren durfte.

Virtuos gestalteten die ausführenden Künstlers auch Harold Walters‘ „Instant Concert“, bei dem nicht weniger als 30 bekannte Melodien zu einem neuen Ganzen voller Tempowechsel verwoben worden waren.

Dank an Josef Paffen

Die Stunde der – melodisch gemäßigten – Moderne schlug in der zweiten Halbzeit dieses Konzerts. Unter anderem mit Neil Diamonds „Sweet Caroline“, einem Bert-Kaempfert-Medley und einer Hommage an den unlängst verstorbenen Udo Jürgens bewiesen die Mitglieder des Stammorchesters, wie wandlungsfähig sie sein können.

Zuvor hatten sie zusammen mit den anderen Menschen im PZ einem Mann gehuldigt, der ihnen in den 40 Jahren seines Wirkens in Baesweiler stets ein guter Freund und Wegbegleiter war: Josef Paffen, Kantor an St. Petrus, der Ende Februar aus dem aktiven Dienst ausscheidet, nahm aus den Händen von Detlef Tylewski und Günter Berg ein Bild mit dem Titel „Musik“ entgegen. Dem Stammorchester wird der Kirchenmusiker sicher auch jenseits der Pensionsgrenze die Treue halten – schon deshalb, weil Sohn Markus mitspielt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert