Hans Vorpeil ist „ein echter Glücksfall für den VabW“

Von: Karl Stüber
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Jeder hat mal klein angefangen: VabW-Geschäftsführer Klaus Spille (l.) und der langjährige Vorsitzende Hans Vorpeil vor dem Bildrätsel, das Vorpeil als 15-jährigen Auszubildenden unter Kollegen zeigt. Foto: Karl Stüber

Alsdorf. Die Überraschung ist gelungen – das ist Hans Vorpeil deutlich anzumerken. Es sollte einer seiner immer noch vielen Arbeitstermine sein, hat man ihm jedenfalls gesagt. Da sind aber plötzlich eine Menge Leute in den vom Verein für allgemeine und berufliche Weiterbildung (VabW) neu bezogenen Räumen am Nordring in Alsdorf.

Zum großen Teil festlich gekleidete Weggefährten und Mitarbeiter erwarten ihn, und die eigene Familie obendrein. Die hat auch tapfer „dicht gehalten“, allen voran Ehefrau Christa. Vorpeil wird schnell klar: Es geht um 30 Jahre VabW und vor allem 30 Jahre VabW-Vorsitzenden Hans Vorpeil.

Geschäftsführer Klaus Spille, dem die „Spontan“-Feierstunde Spaß macht, sagt, dass die Aktion auf die Initiative der Belegschaft zurückzuführen ist – der VabW zählt 108 Mitarbeiter. Auch Vertreter beteiligter Kommunen sind gekommen. Spille nennt Vorpeil „einen echten Glücksfall für den VabW“ und verknüpft die Anfangsbuchstaben seines Namens mit Attributen wie hilfsbereit, aufmerksam, nachdenklich, standhaft und mehr. Vorpeil muss vernehmlich schlucken.

Betriebsratsvorsitzender Walter Galle dankt dem langjährigen Vorsitzenden für „die Rettung des VabW“ durch die finanzielle Beteiligung der Städteregion und die Sicherung der Arbeitsplätze. Vize-Vorsitzender Wolfgang Königs sieht das ähnlich: „Sie sind für den VabW in schwierigen Zeiten in die Bresche gesprungen.“ Zum Dank wird Vorpeil eine Nadel ans Revers gesteckt, welche die Zahl 30 mit Lorbeer-Kranz und Initialen des Vereins zeigt.

Doris Harst, Vorsitzende des Weiterbildungskollegs, Träger des Euregio Kollegs Würselen, nennt Vorpeil einen „fürsorglichen Papa“ der Bildungseinrichtung.

Hans Vorpeil, der auch lange Jahre als SPD-Landtagsabgeordneter wirkte, dankt in einer bewegenden Rede für so viel Anerkennung. Und bedauert, immer wieder neu erklären zu müssen, wie wichtig die Arbeit des VabW gerade für junge benachteiligte Menschen ist. Und am Ende des offiziellen Teils heißt es noch für die Gäste, ein Bildrätsel zu lösen. Ein Foto aus dem Jahre 1952 zeigt Hans Vorpeil als 15-jährigen Lehrjungen beim EBV unter Kollegen der Metallbearbeitung (Schlosserei, Schmiede) in Alsdorf.

Für langjährige Weggefährten ist es kein Problem, ihn zu entdecken. Er steht in der Mitte. Vielleicht hatte er damals schon – bewusst oder unbewusst – ein Grundgesetz für Politiker beachtet: Stelle Dich bei einem Fototermin nie an den Rand, Du könntest bei der Veröffentlichung „abgeschnitten“ werden...

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