Hans-Joachim Helbig ist neuer Ehrenringträger

Von: mabie
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Der frisch gekürte Ehrenringträger der Stadt Herzogenrath, Dr. Hans-Joachim Helbig (M.), mit seiner Frau Marianne und Laudator Bürgermeister Christoph von den Driesch. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Dr. Hans-Joachim Helbig wird nicht der letzte Ehrenringträger der Stadt Herzogenrath sein. Ein entsprechender Antrag der Fraktionen Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen, Piraten und FDP wurde bei der letzten Ratssitzung des Jahres mit den Stimmen der Mehrheit abgelehnt.

 Dennoch durfte sich Helbig nicht nur über den Ring freuen und seine Frau Marianne über einen schönen Blumenstrauß. Denn die Preisverleihung im Rahmen einer Ratssitzung war auch ein Novum in der Geschichte Rodas. „Da kann ich mit leben“, meinte der SPD-Vertreter, der früher Ratsherr war und heute Sachkundiger Bürger ist, und die Mindestvorgabe für die Verleihung des Ehrenrings von 25-jähriger Tätigkeit in der Lokalpolitik so locker erfüllte.

Was ihn über dieses Amt hinaus erfüllte, das legte der Ehrenringträger, der sich über ein einstimmiges Votum für seine Person freuen durfte, den Menschen im voll besetzten Ratssaal gerne dar. Da war zum Beispiel die Arbeit rund um den Moses, das zwischenzeitlich entwendete und nun in anderer Form wieder „anwesende“ Denkmal. Im Rahmen der Recherchearbeiten zu Moses und seiner Geschichte in Roda machte Helbig für ihn erstaunliche Entdeckungen. „Ich habe auch Dinge bekommen, von denen ich glaube, dass man mir die bewusst zugespielt hat, damit ich etwas damit mache“, sagte er.

Die Geschichte um den von Nazis zerstörten ersten Moses ließ er in seiner Dankesrede nicht außer Acht, in dem er mit einem Zitat aus dem damaligen „Völkischen Beobachter“ den auch in der Presse zum Ausdruck gebrachten Antisemitismus darstellte. Vor diesem Hintergrund wünschte Helbig sich, dass die Jugend in der Stadt weiterhin die Möglichkeit behalte, sich mit dem Thema Toleranz zu befassen. „Vielleicht ist das offene Verhalten junger Menschen gegenüber Flüchtlingen in unserer Stadt, ein erkennbares Ergebnis unserer Bemühungen“, so der Geehrte.

Was der Ehrenring für ihn bedeutet, teilte er in die Kategorien materieller und ideeller Wert ein. „Der materielle Wert ist zwar signifikant, aber ein mäßiger Kirchgänger kann den Betrag in 25 Jahren auch in den Klingelbeutel werfen“, meinte er mit Blick auf entsprechende Kritik am Ring. Ideell bedeutet der Ehrenring für Helbig eine Anerkennung und Wertschätzung als Auszeichnung für Ausdauer und Hartnäckigkeit in der Lokalpolitik. „Das schaffen einige, aber nicht alle“, schloss Helbig.

Getreu dem Brandt-Motto „Mehr Demokratie wagen“ arbeitet Helbig maßgeblich an Bürgerbeteiligungen wie zur Bäderpolitik oder zum Streiffelder Hof mit.

Dafür gab‘s nicht nur den Ehrenring der Stadt, sondern auch das Lob der Gäste und des Bürgermeisters – und reichlich Applaus

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