Hans-Bernd Parschmann hat den Vorsitz im Stadtrat im Visier

Von: mabie
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Hans-Bernd Parschmann tritt für Bündnis 90/Die Grünen in das Rennen um den höchsten Posten in der Stadt Würselen an. Foto: Bienwald

Würselen. Musik ist ein Thema, bei dem Hans-Bernd Parschmann richtig aufblüht. Seit den 1960er-Jahren ist er dort aktiv, spielt und hört gerne Lieder von den „Shadows“ oder „Santana“. Aber seine größte Passion gehört der Lokalpolitik.

Dort ist er nicht erst seit dem Tag, als er entschied, als Bürgermeisterkandidat von Bündnis 90/Die Grünen seinen Hut in den Ring zu werfen, ein führender Kopf. „Denn man hat auf jeden Fall verloren, wenn man erst gar nicht antritt“, ist er überzeugt.

Über den Bund für Umwelt- und Naturschutz in Aachen kam er schnell in Kontakt mit den Grünen, zunächst in Aachen, wo der gebürtige Wiesbadener seit 1969 lebte, und später auch in Würselen, wo er sich mit seiner Frau 1995 niederließ. Eine 42-jährige Tochter und zwei Enkelinnen im Teeniealter gehören zur Familie des Diplom-Physikers. Er arbeitet im Gewässerschutz, lernte schon während des Studiums schnell, dass es eigentlich fast nichts gibt, was er nicht selbst machen kann. „Im Studium habe ich sogar Glasblasen gelernt“, erinnert er sich lächelnd zurück. Das ist natürlich ein wenig übertrieben ist, aber für sein Studium, bei dem dringend Proberöhrchen aus Quarzglas benötigt wurden, stellte er sie kurzerhand selbst her. „Andernfalls hätten wir sechs Monate warten müssen, also habe ich es in zwei Wochen selbst gelernt“, so Parschmann.

Auf die Frage, ob er jemand wäre, der im laufenden Betrieb einer Verwaltung erstmal alles anders machen würde, weiß er eine klare Antwort. „Der laufende Betrieb heißt ja nicht umsonst so“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Parschmann will lieber vorsichtig und langsam Veränderungen entwickeln, ohne gleich alles auf links zu drehen. „Denn Ideen haben, ist gut, aber Ideen umsetzen kann zum Problem werden“, sagt der 64-Jährige. In seiner 30-jährigen beruflichen Tätigkeit für verschiedene Ämter hat er die Strukturen und Arbeitsweisen öffentlicher Einrichtungen bestens kennenlernen können. Und er traut es sich zu, als Bürgermeister und wichtigstes Bindeglied zwischen Rat und Verwaltung der Politik an entscheidender Stelle mit der richtigen Benennung die Lösung von Problemen angehen zu können. Dabei spielt für ihn auch die Bürgerbeteiligung eine entscheidende Rolle. „Eigentlich sollte man wichtige Vorhaben früher bekanntgeben“, sagt Parschmann, „aber das ist nur schwer umzusetzen.“

Wo Würselen 2020 stehen wird, kann er zwar auf Grund des aktuellen Haushaltsplanes vermuten, allerdings werde es für die Kommunen wahrscheinlich nicht einfacher, sagt er. Aber mit Zahlenspielereien will er nicht anfangen, „denn planen kann man viel, aber ob es dann klappt, ist eine andere Frage.“ So brauche beispielsweise nur eine Schule im Stadtgebiet zum Sanierungsfall zu werden, schon könnten alle Haushaltspläne über den Haufen geworfen werden.

Klare Antworten hat er auch in anderen Fragen: „Es gibt keinen Wartesaal, in dem Investoren warten“, sagt er beispielsweise zur Stadtentwicklung, die beispielsweise im Recker-Gelände auch ihre Zeit gebraucht habe. Für den demografischen Wandel hat er die Idee von Begegnungsplätzen, die den Kontakt der Menschen untereinander stärken und zugleich auch eine Lösung von baulichen Herausforderungen sein können. „Wir haben eine Menge Einfamilienhäuser, aber zu wenig sozialen Wohnungsbau“, weiß Parschmann, der sich wünscht, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Investoren Lust auf den Standort Würselen machen. Und auf ausgesprochen grüne Ideen angesprochen, zeigt er sich zwar überzeugt von der Notwendigkeit des Energiewandels. „Aber viel wichtiger sind Energieeinsparungen“, sagt er.

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