Handlungskonzept Herzogenrath-Mitte: Diverse Gutachter am Werk

Von: Beatrix Oprée
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Sichtachse geschaffen: Die Burg Rode ist vom Ferdinand-Schmetz-Platz aus jetzt endlich wieder in voller Pracht zu erkennen. Foto: Beatrix Oprée

Herzogenrath. Philipp Lenemann kennt man als von Grund auf optimistischen Menschen. Und so äußerte der ehemalige Vorsitzende des Kuratoriums Burg Rode denn auch seine Freude bei der Einwohnerversammlung in Sachen Integriertes Handlungskonzept für Herzogenrath-Mitte: Endlich habe man vom Stadtzentrum aus wieder einen unverstellten Blick auf das Wahrzeichen der Stadt, vor allem abends sei die Burg nun wunderbar anzuschauen.

Mittels gründlicher Grünschnittarbeiten eine Sichtachse zur Burg Rode herzustellen, war eine der vielen Detailmaßnahmen im Sinne einer aufgewerteten Innenstadt. Das wäre also schon mal abgehakt. Nett wäre nur, wenn man auch von der rückwärtigen Marienstraße aus auf die historischen Mauern blicken könnte, folgte prompt die Anregung aus dem Publikum. Ist notiert.

Übergreifende Maßnahmen

Das detailreich ausgearbeitete Konzept in einem Stadtzentrum der kurzen Wege, das Einkaufen, Arbeiten, Wohnen und Erholen vereint, stellten die Planer Manuela Heß und Markus Sordon nochmals vor und legten ergänzend dar, was sich schon wieder alles getan hat.

Um eine Leitlinie für die kommenden zehn bis 15 Jahre zu entwickeln, habe man bewusst in alle Richtungen gedacht, vieles, etwa Vorschläge der Wohnbebauung zur Zentrenverdichtung, habe daher nur Platzhalterfunktion – auch in Abhängigkeit privater Investorenwünsche.

Übergreifende Maßnahmen jedoch sollen helfen, der Innenstadt ein einheitliches Bild zu geben. Dazu gehört ein Parkraumkonzept, das mehr sein soll als das Aufstellen „schicker Schilder“, wie Manuela Heß darlegte.

Vielmehr gehe es um die Analyse des Ist-Zustands – mit stellenweisem Angebotsüberhang bei Nutzung potenzieller Bauplätze sowie einem desolaten Parkhaus an der Albert-Steiner-Straße. Ein Planungsbüro sei mit einem Vorschlag zu Gestaltung, Verkehrslenkung und Parkraumbewirtschaftung beauftragt.

Überarbeitet werden soll auch die teils unzureichende Beleuchtungssituation des öffentlichen Raums. Für manche der unterschiedlichen Laternenarten gebe es noch nicht einmal mehr Ersatzteile. Zwei erhellende Modelle haben die Planer bereits auserkoren, eine kegelförmige Leuchte für Wege und Plätze sowie einen rechteckigen Strahler für die Straßen.

Enwor sei per Schreiben beauftragt, die Beleuchtungskörper entsprechend auszutauschen. Auch die tannengrünen Masten sollen in zeitgemäßerem Anthrazit gestrichen werden. Ein Planungsbüro erarbeitet zudem eine Vorstudie für ein Beleuchtungskonzept, das auch besondere Gebäude der Innenstadt in ein besseres Licht rücken soll.

Auch die so genannte Stadtmöblierung – Bänke, Papierkörbe, Schaukästen – soll erneuert, zusätzlich Spielgerät integriert werden. Die kurzen Wege möglichst barrierefrei zu gestalten, generell Fußgänger und Radfahrer zu ihrem Recht kommen zu lassen, darauf liegt ebenfalls das Augenmerk.

Weitere Gutachter arbeiten auch schon an anderen Themen: Ein Büro analysiert, wie sich die Kundenströme analog der planerischen Vorstellungen entwickeln würden – um nicht durch bauliche Maßnahmen auf dem Ferdinand-Schmetz-Platz neue Leerstände an der Kleikstraße zu produzieren.

Und andere Experten widmen sich der Frage, inwieweit neue Wohnbebauung an der lärmintensiven Bahnbrücke möglich ist. Parallel, so versicherte die Verwaltungsspitze, gebe es intensive Gespräche mit potenziellen Investoren.

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