Handlungskonzept gegen den demographischen Wandel

Von: rüt
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Die Herzogenrather Politik ist sich einig: Man sollte frühzeitig auf den demographischen Wandel eingehen - auch mit öffentlichen Fitnessangeboten für eine älter werdende Bevölkerung. Foto: zva

Herzogenrath. „So wichtig ist das Thema, dass sich Politik und Verwaltung gleich in zwei aufeinander folgenden Ratssitzungen damit befassen,” stellte Beigeordnete Birgit Froese-Kindermann fest.

Gemeint ist der demographische Wandel in Herzogenrath und das darauf abgeschnittene Handlungskonzept. Auf Antrag der Kooperation aus CDU und Bündnisgrünen hat der Stadtrat beschlossen, dass die Verwaltung im Dialog mit Politik, Wirtschaft und Bürgern eine Rahmenplanung erarbeitet.

Sie soll alle kommunalen Handlungsfelder umfassen, besonders die Entwicklung von Beschäftigung, Bevölkerung und Wohnungsmarkt bis zum Jahr 2020 mit einem demographischen Ausblick in die weitere Zukunft.

Die Verwaltung gab jetzt einen Überblick über bereits initiierte Maßnahmen: So wurden Beratungen durch das Behinderten-Forum im Bereich „Wohnen und Verkehr” vorgenommen, Das Koordinationsbüro „Rund ums Alter” und die „Roda Senioren” (ROSE) sind sowohl direkte Ansprechpartner, als auch auf Informationsveranstaltungen vertreten.

Die Thematik des demographischen Wandels soll in einer noch zu konstituierenden Arbeitsgruppe „Demographie” ressortübergreifend aufgearbeitet werden.

Im Fachausschuss Arbeit und Soziales müsse das Handlungskonzept ständiger Tagesordnungspunkt sein, Diskussion und Beratung ermöglicht werden. Alle weiteren Fachausschüsse sollten sich ebenfalls je nach Beratungsgrundlage damit befassen.

Dies wurde ebenso einstimmig beschlossen, wie der Wunsch, bei der ersten Ratssitzung eines Jahres einen umfassenden Bericht der Verwaltung zu erhalten.

„In diesem Rathaus hat niemand Angst vor dem demographischen Wandel. Wir haben schon sehr früh angefangen, uns damit auseinanderzusetzen. Die Kommune ist gut gerüstet,” unterstrich Hartmut Prast (SPD).

Für die CDU-Fraktion machte Vorsitzender Reimund Billmann allerdings auch deutlich, dass an dem Thema noch sehr viel zu arbeiten sei. Die Menschen würden immer älter, die Folgen, auch für die Stadt Herzogenrath, könnten nicht vorausgesehen werden.

Fraglich sei unter anderem, ob zusätzliche Senioren- oder Behindertenheime benötigt würden.

„Wir dürfen es nicht als Schreckensszenario darstellen, dass die Gesellschaft immer älter wird. Dem Alter muss Wertschätzung entgegengebracht werden, das können wir dadurch, dass wir uns als Kommune darauf einstellen”, sagte Anne Fink (Grüne).

Es gebe viele alte Menschen, die keinerlei Einschränkungen unterlägen, darauf müsse man sich einstellen, etwa durch Freizeitangebote für Senioren.

Stefan Becker (CDU) mahnte, bei allen Bemühungen mit Blick auf den demographischen Wandel die Familienpolitik nicht zu vergessen. „Die Einwohnerzahlen in Herzogenrath nehmen zu. Daran müssen wir weiter arbeiten. Nur wenn wir unsere Stadt auch familienfreundlich gestalten, wird es uns gelingen, junge Familien hierher zu holen.”
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