Handballcamp macht Lust auf Sport

Von: Stefan Schaum
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Immer am Ball: Die Kinder des Handball-Camps haben viel Spaß beim Sport. Foto: Stefan Schaum

Würselen. Ganz hinten in der Halle kicken zwei Jungs aufs Tor, weiter vorne spielen einige Mädchen Fangen. Andernorts üben sich ein paar Kinder im Dribbeln von Basketbällen oder im Handballwurf. Die Art des Sports spielt hier zunächst mal keine Rolle - solange die Kleinen nur in Bewegung bleiben und Spaß dabei haben.

Zum fünften Mal gibt es während der ersten Herbstferienwoche für die Teilnehmer des Handball-Camps der DJK Westwacht Weiden täglich eine große Portion Sport.

„Es geht uns gar nicht in erster Linie darum, neue Spieler für unsere Mannschaften zu bekommen”, sagt DJK-Vorsitzender Josef Kuck. Zwar bleiben nach solch einem Camp in der Regel zwei, drei Kinder bei der Stange und werden zu Vereinsmitgliedern, „doch für uns ist wichtig, dass sie sich überhaupt für Sport interessieren”. Denn das bereitet dem Sportler seit geraumer Zeit Sorge: „Viele Kinder haben zunehmend erhebliche motorische Probleme. Die sind es häufig gar nicht mehr gewöhnt, sich zu bewegen.”

Einfache Bewegungsspiele

Ob es nun tatsächlich auch solche Kinder sind, die im Handball-Camp landen, oder eher die Sportbegeisterten, sei dahingestellt. „Man sieht auch da Unterschiede in den Bewegungen.” Weshalb es nicht gleich ans Eingemachte geht, an die handballtypischen Dinge.

Zunächst lernen sich die Kinder in ihren Gruppen - vormittags eine für Sieben- bis 13-jährige, nachmittags eine für 14- bis 18-Jährige - kennen. Dann gibt es kleine Bewegungsspiele, die Lust auf mehr machen sollen. Eifrig mit dabei: die Mädchen.

Gut die Hälfte der 50 Kinder ist weiblich. Ein Trend, den Camp-Organisator Jürgen Bayer sehr begrüßt. Zumal gerade die Handballer sich nur eines geringen Zulaufs von Spielerinnen erfreuten. „Mädchen fällt es oft schwerer, sich in einen Verein zu integrieren, daran müssen die Vereine insgesamt arbeiten.” Dorthin, wo die Fußballvereine derzeit stehen, die mehr und mehr Mädchenmannschaften starten, wollen auch die Handballer kommen.

Möglicherweise ist das Camp ein erster Schritt dorthin. Bei dem spielt zudem eine gesunde Ernährung - täglich wird frisch in der Halle an der Parkstraße gekocht - eine große Rolle. Auch dank eines Sponsors, der Krankenkasse BKK ALP plus in Stolberg, ist das Angebot an Speisen und Getränken üppig. Groß ist zudem die Einsatzfreude der vielen Ehrenamtler. „Einige nehmen sich extra Urlaub, um hier mit den Kindern üben zu können”, sagt Jürgen Bayer.
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