Handball: Neue Spielgemeinschaft soll Kräfte bündeln

Von: ehg
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Besiegelt: Die drei Vorsitzenden (v.l.) Bernd Eigelshoven, Scherberger TV, Hans-Dieter Topa, VfL Bardenberg, und Josef Kuck, Westwacht Weiden, unterschreiben den Vertrag. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Während das deutsche Nationalteam um Heiner Brand bei der WM in Schweden noch - vergeblich - um den Einzug ins Halbfinale kämpfte, schlug dem Handballsport in Würselen eine historische Stunde. Um die Kräfte zu bündeln und für die Zukunft gerüstet zu sein, riefen erstmalig in seiner langjährigen Geschichte der VfL Bardenberg, der TV Scherberg und die DJK Westwacht Weiden eine Handballspiel-Gemeinschaft im Jugendbereich ins Leben.

Zur Unterzeichnung des Vertrages begrüßte der Initiator, der alte VfLer Peter Havers, die Repräsentanten der drei Vereine im Alten Rathaus.

Ihre Unterschrift darunter setzten neben den Vorsitzenden Hans-Dieter Topa, Bernd Eigelshoven und Josef Kuck die Geschäftsführer der drei Vereine und die jeweiligen Abteilungsleiter. Auf den neuen Weg in die Zukunft stießen sie mit ihren Gästen anschließend an. Der VfL-Vorsitzende stellte ein von ihm entworfenes Logo für die neue Formation vor.

Erste Gespräche zur Gründung der Spielgemeinschaft im Jugendbereich seien schon Anfang letzten Jahres geführt worden, skizzierte Peter Havers den Werdegang. Bei den ersten konstruktiven Kontakten habe der TV Weiden noch mit am Tisch gesessen. Er sei dann aber aus dem Vorhaben ausgestiegen. Havers betonte, die Tür stehe für ihn immer noch offen. Nachdem das Vertragswerk unter Dach und Fach sei, beginne jetzt die eigentliche Arbeit. „Um wieder Titel nach Würselen zu holen, brauchen wir eine starke in die Zukunft gerichtete Jugendarbeit.” Begleitet wurden die Bemühungen um die Realisierung des Vorhabens vom Vorsitzenden des Handballkreises Aachen/Düren, Thomas Havers.

Es passe ins Bild, dass die Vereine sich neben der Stadt mit ihrer auf den Weg gebrachten Sportentwicklungsplanung für die Zukunft gut aufstellen wollen, begrüßte 1. Beigeordneter Werner Birmanns einen in die richtige Richtung getanen Schritt. Beide hätten große Aufgaben zu bewältigen, wenn es darum gehe, die gute Würselener Sportlandschaft zu erhalten und auf die Bedürfnisse der demographisch veränderten Gesellschaft auszurichten.

Ehrenamtler leisteten vor allem im Jugendbereich wertvolle Arbeit. Es würde etliche Probleme in der Stadt mehr geben, wenn es die Jugendarbeit in den Vereinen nicht gäbe. Für die künftige Arbeit in der Handballspielgemeinschaft wünschte er viel Erfolg.

Handballzentrum angeregt

„Das Wenige, was wir noch haben, muss optimal eingesetzt werden”, meldete sich der Vorsitzende des Sportausschusses, Hans-Josef Bülles, zu Wort. Es lohne sich, über ein Handballzentrum in Würselen nachzudenken, brachte er noch einen Ball ins Spiel. Da sich der Handballsport stärker entwickeln werde als der Rasensport, würden mehr Hallenkapazitäten benötigt. Für Bülles besteht kein Zweifel: „Handball hat in Würselen eine Zukunft.” Er räumte aber auch ein: „Wir brauchen einen langen Atem.”

Vereinsstrukturen wahren

Wie wichtig die Förderung der Jugend ist, das unterstrich auch der Vorsitzende des Stadtsportverbandes und Vize-Präsident des Regio Sportbundes, Günter Kuckelkorn. Er dankte allen, die die Spielgemeinschaft auf die Schiene gesetzt, die aus einer Zweier- eine Dreier-Gemeinschaft gemacht haben.

Er hoffe, dass das Beispiel Würselen in der Region Schule machen werde. „Wir wollen nicht an Vereinsstrukturen rütteln”, stellte der Vorsitzende des Handballkreises klar, aber: „Wenn wir die Kräfte bündeln, dann erhalten wir eine höhere sportliche Qualität.” Vor allem müssten für die Mädchen bessere Trainingsbedingungen geschaffen werden. In ihnen stecke ein hohes Potenzial.

Die Eigenständigkeit der Vereine zu erhalten, dafür plädierte auch VfL-Vorsitzender Hans-Dieter Topa. Ihre Mitglieder müssten das Gefühl haben, dass sie durch die Spielgemeinschaft etwas gewinnen und nicht etwas verlieren. Westwacht-Vorsitzender Josef Kuck: „Wir werden nur dann Erfolge verbuchen können, wenn wir eine gute Trainingsarbeit garantieren.”
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