Hallenbad: SPD wehrt sich gegen Vorwürfe der Schwimmvereine

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Die Vereine wollen ein einziges, aber modernes und von allen Stadtteilen gut zu erreichendes Hallenbad. Foto: Armin Weigel/dpa

Herzogenrath. „Es ist das gute Recht der Schwimmvereine, ihre Interessen zu vertreten – auch medial“, reagiert die SPD-Fraktion auf den Protest der Wassersport treibenden Vereine in Sachen Hallenbadbeschluss.

Die Vereine kritisieren vor allem, dass der geplante Neubau einer Schwimmhalle am alten Standort an der Zellerstraße in Kohlscheid errichtet werden soll. Sie gehen davon aus, dass das Hallenbad in Mitte ebenfalls bald grundlegend sanierungsbedürftig werde und hatten deswegen aus Kostengründen für Herzogenrath ein einziges Bad vorgeschlagen, das entsprechend gut ausgerüstet und für alle drei Stadtteile gut zu erreichen ist.

Die SPD sagt hingegen: In zwei Ausschüssen, nämlich im Bau- und Verkehrsausschuss und im Ausschuss für Bildung, Sport, Kultur, sei ausgiebig über den „Ersatz“ für das marode Hallenbad Kohlscheid diskutiert worden. „Nach Abwägung aller vorgebrachten Argumente spricht meiner Meinung nach das meiste für den gefassten Beschluss eines Neubaus in der Zellerstraße“, sagt Bruno Barth. „Schulische Belange – die wachsende Gesamtschule in Kohlscheid hat den Schwerpunkt Sport –, die Grundschulen in Kohlscheid, die ein Lehrschwimmbecken benötigen, die städtische Liegenschaft dort und so weiter.“

Einer Behauptung der Vereine widerspricht Barth entschieden: „Das Ende des Hallenbads in Mitte sei absehbar und daher müsse der Standort für ein neues Bad ,zentral in Herzogenrath‘ liegen. Das Ende des Bades herbei zu reden wird durch ständige Wiederholungen nicht wahrer! Im Unterschied zum Kohlscheider Bad ist das in Mitte aufwendig saniert worden, es hat unter anderem ein vollständig neues Becken bekommen.“

Die Bindungsfrist betrage wegen der gezahlten Landesförderung noch fünf bis sechs Jahre. Barth: „Und warum solle es danach abgängig sein? Entscheidend ist nicht das bloße Alter eines Gebäudes, sondern wie es gepflegt und gewartet wird. Wichtig ist, dass die Stadt das Hallenbad in Mitte kontinuierlich in Schuss hält. Genau dies ist ja in Kohlscheid nicht passiert und deshalb haben wir jetzt dort das Dilemma.“

Die Kommunalpolitik müsse der Stadtverwaltung da in Zukunft genau auf die Finger sehen. Barth: „Bei allem Verständnis für Interessenvertretung bitte ich die Schwimmvereine: Redet das Hallenbad in Mitte nicht schlecht, das ist kontraproduktiv! Es schadet den Bürgern in Herzogenrath, die es besuchen; es schadet den Schulen in Mitte und letztlich auch den Schwimmvereinen selbst!“

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