Herzogenrath - Halle Bergerstraße: „Brauchen zukunftsfähigere Lösung“

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Halle Bergerstraße: „Brauchen zukunftsfähigere Lösung“

Von: Beatrix Oprée
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Paneeldecke

Herzogenrath. Die Grundreinigung ist beendet, das Wasser ausgetauscht, die Filteranlage aufbereitet – die Wettkampfmannschaft des Kohlscheider Schwimmclubs startete in der Halle Bergerstraße in die Saison. Und wurde zunächst ausgebremst.

Ein Teil der Deckenabhängung vor der Damendusche war auf den Boden gefallen und versperrte die Tür. Zur Sicherheit sperrte die Stadt daraufhin die ganze Halle, um eine „Gesundheitsgefährdung“ zu vermeiden.

Ein Vorfall, der die Vertreter der Schwimmvereine weiter in ihrer Argumentation unterstützt, nicht nur für die marode Halle Zellerstraße in Kohlscheid, sondern gleich auch für das gleichaltrige Bad an der Bergerstraße eine Lösung zu finden – durch einen einzigen von allen Stadtteilen aus gleich gut zu erreichenden Neubau mit entsprechend großem Zuschnitt.

Die mögliche Restlaufzeit der Halle in Mitte zu ermitteln, hatte die Opposition aus Grünen, FDP, Linke und Piraten denn auch im Fachausschuss gefordert. Die Groko wies dies mit dem Hinweis zurück, besagtes Bad sei vor nicht allzu langer Zeit umfassend saniert worden. Zudem laufe die Bindungsfrist der Landeszuschüsse erst in fünf bis sechs Jahren aus, überdies gelte es, den wachsenden Standort der neuen Gesamtschule Kohlscheid im Blick zu halten, die aufgrund ihres Schwerpunkts Sport ein Lehrschwimmbecken brauche.

„Der Groko kann man nun genau das vorwerfen, was sie in den zwei Ausschüssen verhindert hat, und zwar die Restlaufzeit der Halle Bergerstraße zu bestimmen. Immer mit den Argumenten, dass diese Halle ,top‘ in Schuss ist“, sagt Mark Walecki-Mingers vom KSC mit Blick auf den Deckenvorfall.

Verwaltung handelt schnell

Eine Argumentation, der sich FDP-Fraktionschef Björn Bock etwa anschließen kann: „Auch ich bin kein Freund davon, nun in Kohlscheid die kleinste mögliche Neubauvariante zu bauen. Wir brauchen mit Blick auf die Gesamtsituation der Bäder in Herzogenrath eine weitaus zukunftsfähigere Lösung.“

Die Schwimmer freuen sich unterdessen, dass die Verwaltung schnell gehandelt, den Schaden repariert und die Halle wieder freigegeben hat. Walecki-Mingers: „Ein Lob an die Stadt. Das unterstreicht nur das bisherige Bild, dass die Stadtverwaltung uns nach Kräften unterstützt.“

Auf Anfrage unserer Zeitung teilt der Technische Beigeordnete Ragnar Migenda mit: „Das Ganze war nicht so dramatisch, wie es zunächst aussah.“ Offenbar sei die etwa einen Meter große Teilfläche der Alu-Paneeldecke nach Wartungsarbeiten nicht ordnungsgemäß wieder eingehängt worden. Das Fachamt habe die Halle mit Blick auf das Dämmmaterial, das eventuell gesundheitsschädlich hätte sein können, zunächst geschlossen. Doch dieses sei nun ordnungsgemäß entsorgt, der Rest der Decke sei in Ordnung und es bestehe keine Gefahr mehr.

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