Alsdorf - „Hagalla” als Stichwort für Hüftschwung

„Hagalla” als Stichwort für Hüftschwung

Von: Katrin Maiwald
Letzte Aktualisierung:
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Und hoch die Schleier: Petra Kaldenbach (Mitte unten) zeigt ihren Mittänzerinnen, wie es geht. Foto: Katrin Maiwald

Alsdorf. „Hagalla” ist das Zauberwort. Immer dann, wenn Petra Kaldenbach mit ihren Schülern tanzt. Beim orientalischen Tanz bedeutet dieses Wort „die Hüfte schütteln”. Dabei rollt die Hüfte in schnellen Bewegungen, wobei der Oberkörper möglichst ruhig bleibt.

Ein typisches Merkmal des orientalischen Tanzes ist die Isolation, also die Fähigkeit, einzelne Körperzentren unabhängig voneinander zu bewegen.

Fremdartige Welt

Bei einem orientalischen Tanzworkshop der VHS tauchten sieben Teilnehmerinnen in diese fremdartige Welt ein. Sie erarbeiten eine Choreografie, deren Schwerpunkt auf der Handhabung und Haltung des Schleiers liegt.

Der Schleier ist ein Tuch, mit dem der Körper eingehüllt oder komplett versteckt werden kann, um kreative und schöne Figuren zu erzeugen. Damit der Schleier beim Tanz seine ganze Größe entfaltet, sind Armführung und Grundhaltung wichtige Grundelemente dieses Stils, erklärt Petra Kaldenbach.

Der orientalische Tanz ist vielfältig: Einerseits ist er entspannend und langsam, andererseits kann er fetzig sein und körperliche Anstrengung erfordern. Kaldenbach: „Es ist zwar im Ausdruck ein Spiel mit der Leichtigkeit, aber man hat das Gefühl, man stemmt Tonnen, weil die Arme ständig in der Höhe sind.”

Der orientalische Tanz zeigt weiche, fließende und kraftvolle Bewegungen. Das „Epizentrum” ist dabei das Becken.

Für die Teilnehmerinnen des Workshops ist es vor allem ein schönes Körpergefühl. „Der orientalische Tanz bereitet mir Freude. Die Musik ist toll und die Bewegungen sind sehr fließend”, sagt Kursteilnehmerin Melanie Neu.

Darüber hinaus sei der Tanz gesundheitsfördernd: Muskelpartien im Körper werden gelockert - vor allem Blockaden in der Lendenregion und im Becken werden gelöst. Petra Kaldenbach machte ihre erste Erfahrung mit dem orientalischen Tanz im Urlaub. Sie verliebte sich auf Anhieb in die Ausdrucksweise und ließ sich daheim zur professionellen Tänzerin ausbilden.

Mittlerweile hat die 41-Jährige eine eigene Tanzschule und ist spezialisiert auf den orientalischen Tanz. „Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht. Wenn man das Feuer für den orientalischen Tanz gefangen hat, dann bleibt die Liebe dafür bestehen.”

Dieses Lebensgefühl möchte sie in ihren Kursen ausdrücken und den Menschen das Feuer mit auf den Weg geben, wenn es heißt: „Hagalla - die Hüften schütteln!”
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