Gymnasiasten packen Kulturrucksack mit „Musik der Städte“

Von: mabie
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Die Kinder des Workshops Tanz und Choreographie zeigten in der Aula des Städtischen Gymnasiums Herzogenrath nicht nur tolle Kostüme, sondern perfekte Shows. Foto: Markus Bienwald
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Die Mitglieder des Eurode Jugendorchesters Herzogenrath trugen mit ihrem tollen Klang zum Erfolg der „Musik der Städte“ bei.

Herzogenrath. 100 Mitwirkende, eine voll besetzte Aula und begeisterte Gäste: Besser hätte es für das Projekt „Musik der Städte“ im Rahmen des Kulturrucksack-Projekts der Städteregion Aachen kaum laufen können. Doch der Reihe nach, denn zunächst wurden die Schüler des Städtischen Gymnasiums Herzogenrath im Vorfeld in gleich drei Workshops auf ihre jeweiligen Aufgaben bei der Umsetzung aufgeteilt.

Beim Workshop Tanz entwickelten sie gemeinsam eine musikalische Sprachperformance mit Texten zur Großstadtlyrik. Das wurde beispielsweise bei dem aus der Feder von Fred Ebb stammenden Welthit und Sinatra-Evergreen „New York, New York“ deutlich, als die Kinder sich nicht nur mit Orchesterleiter Martin Eibach im amerikanischen Straßenslang unterhielten, sondern auch passende wie beeindruckende Tanzperformance auf die Bühne brachten.

Bettina Lauber als Choreographin war es auch, die mit den Kindern zu einem Medley des Musicals „Chicago“ und zu Auszügen der Filmmusik von „Lord of the Rings“ zeigte, was an künstlerischem Talent in den jungen Menschen steckt.

Die Musik dazu kam nicht etwa aus der Konserve, sondern vom Eurode Jugendorchester (EJO), das seine Kunst nicht nur in der Vielzahl der Mitwirkenden demonstrierte, sondern auch die lohnenden Ergebnisse des Workshops auf Malta zeigte. Für viel Begeisterung sorgte so beispielsweise auch die Orchester-Suite aus der Oper „Carmen“, mit beeindruckender Brillanz und dem Sinn für feine Töne.

Das konnte auch der Workshop Songwriting von sich behaupten, denn unter der erfahrenen Leitung von Warner Poland, der unter anderem langjähriger musikalischer Leiter der Nina-Hagen-Band ist, entstanden eindrucksvolle Umsetzungen. Das Oberthema „Meine Stadt“ wurde von den Gruppen „Metropolizer“, „Anonymous“, „Stadttourist“, „No Name“, „Krautsalat“ und „Wrong Direction“ in eindrucksvollen Beweisen der musikalischen Schaffenskraft vorgeführt.

Thematisch passend waren dabei nicht alleine die Namen der Bands, sondern auch die Songtitel, die das Leben und die Empfindungen im Zusammenhang mit dem Thema Stadt in Liedern wie „Lost in a Big Place“ oder „Die Aliens“ anpackten.

Unterschiedliche Stimmungen und unterschiedliche Musik, sowie ein komplexes Line-Up an Teilnehmern und Mitwirkenden braucht natürlich auch kompetente Arbeit hinter den Kulissen. Profi Christoph Scheinberger sorgte hier mit seinem Workshop Bühnengestaltung und musikbezogene Bühnentechnik für das Rückgrat der Veranstaltung. Im Zentrum stand dabei vor allem die akustische Präsentation der anderen Workshops, der einen mehrkanaligen Raumklang in der Aula für die Metropolklänge umsetzte.

So wurde die Zielsetzung von „Musik der Städte“, sich in eine ästhetische Auseinandersetzung mit Orten und Räumen zu begeben, nicht nur von verschiedenen Seiten angegangen. „Die Ergebnisse zeigten auch, dass die ‚Hintergrundmusik‘ der urbanen Existenz viele Schattierungen haben kann“, schloss Dr. Nina Mika-Helfmeier, die für die Städteregion Aachen gemeinsam mit ihrer Kollegin Jessica Lerche das Projekt „Kulturrucksack“ koordiniert.

Beeindruckend an diesem multimedialen Konzert fand sie auch, dass die Vorbereitungszeit die Schüler dazu brachte, dass sie auf künstlerische Art und Weise an Eigenem arbeiten konnten. „Sie konnten hier an eigenen Visionen arbeiten, kritisch reflektieren und eigene urbane Lebensentwürfe entwickeln“, sagte sie. Den Gästen war es nur recht, genossen sie doch eine eindrucksvolle Show mit vielen Facetten, motivierten Mitwirkenden und beeindruckender Wirkung, die noch mit viel Applaus garniert wurde.

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