Baesweiler - Gymnasiasten gehen bald zur Hauptschule

Gymnasiasten gehen bald zur Hauptschule

Von: Stefan Klassen
Letzte Aktualisierung:
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Sanierungsfall: In den Sommerferien sollen die Bauarbeiten am maroden Baesweiler Gymnasium beginnen. Foto: Stefan Klassen

Baesweiler. Es ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Stadtverwaltung, Architekten und Schulleitung stehen vor einem Mammut-Projekt: Im Sommer beginnen am maroden Baesweiler Gymnasium umfassende Sanierungsarbeiten, rund neun Millionen Euro werden verbaut.

Und gravierend werden während der zweijährigen Bauphase die Auswirkungen auf den Unterricht sein. Denn fünf Klassen sollen vom Gymnasium an der Otto-Hahn-Straße in die Settericher Lessingschule ausgelagert werden.

Das wirft zahlreiche organisatorische und logistische Fragen auf. Schüler welcher Altersstufen ziehen auf Zeit nach Setterich? Wie kommen sie dort hin? Was ist mit Lernmitteln? Und welche Auswirkungen hat die Auslagerung für den Einsatzplan der Lehrer?

Sowohl das Gymnasium mit Leiterin Irene Jenniches an der Spitze als auch die Stadtverwaltung suchen derzeit mit Hochdruck nach Antworten. Eigens eingerichtete Arbeitsgruppen bereiten den Schüler-Exodus vor.

An dessen Notwendigkeit besteht laut Peter Strauch, Technischer Beigeordneter der Stadt und Koordinator des Sanierungsprojekts, kein Zweifel: „Zuerst soll in den Sommerferien mit dem Umbau des Traktes I des Gymnasiums begonnen werden. Dann müssen Verwaltung und Lehrerzimmer woanders - also in Klassenzimmern - untergebracht werden.”

Ersatz-Platz für die dann fehlenden Unterrichtsräume, so die Rechnung von Verwaltung und Politik, gibt es in der Lessingschule.

Dort sieht Hauptschul-Leiter Christoph Müller den Gästen vom Gymnasium „sehr positiv” entgegen.

Einerseits erhofft er sich „einen fruchtbaren Austausch”, andererseits „werden dann noch einmal beide Trakte benutzt”.

Denn die Lessingschule ist ein Auslaufmodell, aufgrund geringer Schülerzahlen gehen 2010 an der Lessingstraße die Lichter aus.

Die 90 dann noch verbliebenen Kinder und Jugendlichen der Stufen sieben bis zehn wechseln auf die Goetheschule in Baesweiler.

Die Stadtverwaltung hat derweil alle Hände voll zu tun, den Starttermin für die Sanierungsarbeiten hinzubekommen. Laut Strauch sind noch einige Genehmigungen nötig, zudem müssen Ausschreibungen und Auftragsvergabe geregelt werden.

„Bis zu den Sommerferien sind noch einige Schritte zu gehen.”
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