Gute Noten für den Standort Baesweiler

Von: Sigi Malinowski
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Expertenrunde: (v.l.) Dr. Willi Linkens, Michael F. Bayer, Andreas Schneider und Peter Strauch beim Baesweiler Wirtschaftsgespräch. Foto: Malinowski

Baesweiler. Zu 100 Prozent ausgebuchte Gewerbeflächen, erste und zweite Preise in regionalen und überregionalen Wettbewerben: Baesweilers Wirtschaft ist gut aufgestellt. Beim 21. Wirtschaftsgespräch wurde das deutlich unterstrichen.

Besonders markant ist dabei die Aussage, die Dominik Mohr vom Unternehmen aix-Time Personaldienstleistungen traf. Er hatte für seiner Bachelorarbeit eine Umfrage unter den Unternehmen im Gewerbegebiet im Jahr 2010 gestartet.

Eines der durchweg positiven Ergebnisse lautete: Baesweilers Wachstum ist mit 23,2 Prozent überproportional und wurde von Mohr als „phänomenal” bezeichnet. Das hörten die Verantwortlichen um Bürgermeister Dr. Willi Linkens natürlich besonders gerne. „Das liegt an den guten Standortfaktoren”, betonte Mohr.

ITS ist permanent ausgelastet

Im Internationalen Technologie- und Servicecenter (ITS) hatte Michael F. Bayer, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen, fünf Gesprächsrunden moderiert und die Expertise Dominik Mohrs als Einstieg in das Thema „Standortfaktoren für erfolgreiche Gewerbegebiete - Baesweiler rüstet sich für die Zukunft” gewählt.

97,5 der befragten Unternehmen würden Baesweiler weiterempfehlen, hieß es. Leichte Kritik hatte der eine oder andere Befragte jedoch in puncto EDV-Anbindung geäußert. Vor dem zwanglosen Informations- und Meinungsaustausch zwischen Managern, Unternehmern, Mitarbeitern, Stadtverwaltung, weiteren Wirtschaftsfachleuten und ortsansässigen Geschäftsleuten beleuchteten Dr. Willi Linkens, Technischer Beigeordneter Peter Strauch und Diplom-Ingenieur Andreas Schneider (NetAachen) das Thema „Infrastruktur, verkehrstechnische Erschließung und Breitband-Glasfaseranbindung (Schneider: „In Sachen Breitbandanbindung ist der Knoten durchschlagen worden”). Linkens vermerkte, dass weitere Gewerbeflächen erschlossen werden.

Zum Thema „Technologiezentrum/Gewerbeparks - Gebäudeinfrastruktur, zentraler Service und Dienstleistungen” holte sich Moderator Bayer die Unternehmer Tom Virt und Hermann Gatzweiler(beide CAP-Business-Liga) sowie den ITS-Geschäftsführer Dirk Pfeifferling und Unternehmer Volker Heinen (NE-Metallbau) ans Mikrofon. Pfeifferling unterstrich: „In den vergangenen 20 Jahren ist das ITS zu 100 Prozent ausgelastet.” Wenn man keinen Platz mehr habe, würden „an anderer Stelle Unternehmer aushelfen”.

Volker Heinen machte der Stadt ein Kompliment, denn „hier hat man uns schnell geholfen, entsprechende Flächen zu finden”. Ein Vorzeigebetrieb in Sachen Ausbildung ist die E-Line-GmbH. Deren Geschäftsführer Michael Göttgens stellte heraus: „Bei einer Mitarbeiterstärke von 34 Fachkräften haben wir außerdem 8 Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt.” Tom Virt merkte an: „Der Standort Baesweiler bietet genügend Anreize, sich hier zu Hause zu fühlen.”

Dass es allerdings schwer ist und noch schwerer wird, Fachkräfte zu bekommen, prognostiziert Hans-Helmut Lehmkuhl, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit in Alsdorf. Das sei vor allem in den Bereichen Metall und Elektro und in den Kranken- und Altenpflegeberufen zu erwarten. Carsten Kotthaus, Geschäftsstellenleiter der Quip AG, zeigte auf, wie man Selbsthilfe in Sachen Qualifizierung betreibt. Sein Rezept heiße „innerbetriebliche Qualifizierung in vier Blöcken”, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Zwei Beispiele, dass sich Baesweilers Gewerbetreibende wohl fühlen, lieferten die Meinungen von Ralf Schmitz und Bettina Lowis. Schmitz, der den Umbau des Reyplatzes lobte: „Ein hübsches Erscheinungsbild macht dem Kunden sicherlich mehr Spaß, den Ort zu begutachten. Davon partizipieren wir Geschäftsinhaber sicherlich auch.”

Und die Settericher Geschäftsfrau Bettina Lowis meinte zum Umbau des Zentrums: „Wir sind froh, dass dieses Zentrum geschaffen wurde. Wir hören von unseren Kunden, dass sie gerne in Baesweiler und Setterich einkaufen.”

ITS-Geschäftsführer Dirk Pfeifferling gab zu bedenken, „dass jährlich 14 Millionen Euro an Kaufkraft aus Baesweiler herausfließen. Daran müssen wir arbeiten.”
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