Gute-Laune-Marathon: Sitzung des ersten Würselener Karnevalsvereins

Von: ehg
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Festsitzung des 1. WKV in der
Festsitzung des 1. WKV in der Aula des Gymnasium: Präsident Gerhard Römer (links im Hintergrund) eröffnete als „Düvel” die
Veranstaltung - und die Kinder wussten mit ihren Tänzen zu gefallen. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. „Kommt, losst os fiere, net lamentiere!”, gab der schlagfertige Düvel-Präsident des 1. Würselener Karnevalsvereins, Gerd Römer, als Losung bei der großen Festsitzung in der Aula an der Klosterstraße aus.

Die meist prächtig kostümierten Narren ließen sich nicht zweimal bitten. Fünf Stunden lang schlugen die Wellen des karnevalistischen Frohsinns und der Heiterkeit hoch. Ausgelassene Stimmung war an der Tagesordnung.

Neben Bürgermeister Arno Nelles und karnevalistischen Ehrengästen - auch aus eigenen Reihen - waren „Spellsleute” aus den verschiedenen Quartieren mit von der Partie. Nicht zuletzt schnupperte der zweite Vorsitzende der Freundschaftsgesellschaft Würselen - Ruichang, Dr. Zhen Xu, mit seinem Gastgeber, Ex-Bürgermeister Werner Breuer, Karnevalsluft in der Düvelstadt.

Stolz auf den Nachwuchs

Vor einer Bären- und Affenkulisse nahm das bunte Spektakel nach dem farbenprächtigen Einmarsch unter den Klängen des Bundestambourkorps „Alte Kameraden” seinen Lauf. Zunächst präsentierte der Verein seinen ganzen Stolz, den rund 30-köpfigen Tanznachwuchs, Kinder- und Jugendgarde, Mariechen Laura (Kern) sowie das Tanzpaar Lisa (Voßen) und Thomas (Hoven).

Dass die beiden Trainerinnen Claudia Kern und Melanie Kreutzer im vergangenen Jahr gute Arbeit geleistet hatten, davon überzeugte sich das närrische Auditorium. Die Kleinsten purzelten nur so über die Bühne, die Kindergarde sprang vor großem Publikum in den Spagat. Frenetischer Beifall brandete mehr als einmal auf.

Majestäten sorgen für Stimmung

So richtig die „Hütte” auf Tour brachte „Brass und Spaß” aus der Indestadt Eschweiler. Nicht nur die Bläck Fööss und die Höhner grüßten aus der Domstadt, auch Nena mit ihren 99 Luftballons. Bei „Heut ist so ein schöner Tag!” stand der Saal kopf. Den Boden für einen triumphalen Aufmarsch des düvelstadtischen Prinzenpaares, Jürgen I. und Anne II. (Krell), mit Kinderprinz Jan I. (Offermanns) im „Gepäck” bereitete die stark verjüngte Damentanzgarde, die nicht von ungefähr Stadtmeister geworden ist.

Mit den Narrenherrschern zauberten unter den Klängen der „Alten Kameraden” die Prinzengarde unter Ehrenkommandant Hans Bücken und der Musketier-Hofstaat - angeführt von Ülle-Präsident Achim Mallmann - ein wunderschönes Bild auf die Bühne. Wahrlich das Schönste, was die Düvelstadt im Moment zu bieten hat! Die Prinzessin strahlte mit ihrem Prinzgemahl um die Wette.

„Ich bin der Kinderprinz der Stadt”, zog Jan I. mit dem Herzen am rechten Fleck im Stile von Anton aus Tirol das närrisch-faszinierte Publikum in seinen Bann.

„Wenn wir alle zusammen Karneval feiern, kann davon nur die Brauchtumspflege in der Stadt profitieren”, meldete sich der Stadtprinz nachhaltig zu Wort. Mit Komplimenten überschüttete die Prinzessin den kleinen und den großen Narrenherrscher.

Der Bär war los, als Jürgen I. und Anne II. ihre Songs anstimmten und damit ihre Untertanen von den Stühlen rissen. Ein Rad nach dem anderen schlug zu ihrer Ehre Mariechen Melanie (Kreutzer), das im 20. Jahr für die Prinzengarde tanzt. Dafür gab es nicht nur ein Bützchen vom Präsidenten.

Schlag auf Schlag ging es weiter. Eine musikalische und tänzerische Show in Schwarzgelb zog die Stadtwache „Öcher Börjerwehr” unter ihrem Kommandanten Wilhelm Schillings ab. Vor allem boten sie mit ihrer Schottenrock-Parodie herrlichen Klamauk der Extraklasse. Keine Frage: Auch et Öcher Schängche kam zu Ehren genauso wie die Alemannia, die nicht untergehen darf! Die Fans waren hellauf begeistert.

Bei ihrem Wellness-Programm hatten Schlabber (Bernd Horbach) und Latz (Dieter Baumanns) die Lacher auf ihrer Seite. Ohne eine Zugabe kam das Rednerduo aus Alsdorf nicht von der Bühne.

Die Gruppe „Pudelrueh” heizte mit eigenen und mit Kölner Karnevalshits weiter kräftig ein. Mit einer großen „Klappe” servierte „Oli dr Köbes” einen Kölschen Kneipenwitz nach dem anderen. Den Schlusspunkt setzten schwungvoll „De Spetzbouve” aus dem Aachener Vorort Brand mit ihren heimatbezogenen Liedchen. Auch ihr Gastspiel in der Düvelstadt war von Erfolg gekrönt.

Schließlich noch ein Kompliment an Alleinunterhalter Walter Spiller für seine flotten und treffenden Einlagen.
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