Gustav-Heinemann-Gesamtschule für Engagement ausgezeichnet

Von: ath
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Stolze Gruppe: Urkunden und Sc
Stolze Gruppe: Urkunden und Schilder gleich mehrerer Auszeichnungen werden nun im Gebäude der Schule einen neuen Platz finden. Darüber freuen sich sowohl Lehrer als auch Schüler. Foto: Andrea Thomas

Alsdorf. Gleich doppelten Grund zum Anstoßen gibt es in der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Alsdorf. Die Schule hatte sich um den in diesem Jahr zum fünften Mal verliehenen Schulentwicklungspreis „Gute gesunde Schule” der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen beworben und wurde als eine von 59 Schulen für ihre engagierte Arbeit ausgezeichnet.

Ganz überraschend gab es dann auch noch Post und eine Urkunde von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Die Schule wird als eine der Schulen in NRW geehrt, die sich 2012 in besonderer Weise beim Abbau von Bildungshürden hervorgetan haben.

Neben einem schicken Schild „Schulentwicklungspreis Gute gesunde Schule”, gab es bei der Preisverleihung in der Zeche Zollverein in Essen eine Prämie von 15 000 Euro für die Alsdorfer Schule. Ausgezeichnet wurde sie unter anderem für die Einbindung des Themas Gesundheitsförderung in den schulischen Schwerpunkt „Kulturelle Bildung” und das hohe Maß, in dem dabei die Schüler beteiligt werden.

„Wir haben uns mit drei Schwerpunkten beworben: dem Weg zur Kulturschule, der Umgestaltung unseres Schulgeländes und gesunder Ernährung”, zählt Schulleiter Martin May auf. Unter dem Stichwort „Kulturschule” sollen Angebote für die Schüler, sich kreativ zu betätigen, weiter ausgebaut werden. Schwerpunkte sind derzeit die Bereiche Musik und bildende Kunst. Außerdem soll die Zusammenarbeit mit Jugendkultureinrichtungen in der Region vertieft und fest verankert werden. Unterstützt wird die Gustav-Heinemann-Gesamtschule dabei noch bis 2015 über das Modellprojekt „Kulturagenten für kreative Schulen” des gemeinnützigen Forums K&B GmbH, initiiert und gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und die Stiftung Mercator in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung.

Zur Umgestaltung des Schulhofs arbeitet eine Gruppe aus 20 Schülern quer durch die verschiedenen Stufen und Lehrern über das Projekt „Architektur macht Schule” der Architektenkammer NRW mit zwei Architektinnen zusammen. Mit ihrer professionellen Unterstützung ist die Arbeitsgruppe derzeit dabei, Ideen zu sammeln, wie der Wunsch-Schulhof der Schüler aussehen kann. Die Tendenz gehe, da die Schule im Grünen liegt, in Richtung Holz und Natur mit Bewegungselementen und Ruhezonen, so das erste Ergebnis.

Der dritte Schwerpunkt, mit dem die Alsdorfer punkteten, ist gesunde Ernährung. Auf Basis einer Umfrage unter den Schülern zu ihren Essgewohnheiten ist ein neues Mensa-Konzept entstanden. „Wir haben jeden Tag zwei Gerichte im Angebot, bestehend aus Fleisch, Gemüse und einer Beilage. Dazu gibt es die Möglichkeit, kleinen Portionen zu ordern, und gesunde Snacks. Bei den Getränken verzichten wir auf Soft-Drinks”, erläutert Mensa-Leiterin Petra Nellessen. Das komme bei den Schülern gut an. Gut 50 nutzen das Angebot regelmäßig, Tendenz steigend.

„Beachtliche Leistung”

Die Auszeichnung als eine von 47 vorbildlichen Schulen in NRW kam eher überraschend. „Sie haben ein ausgezeichnetes Fundament für die berufliche Zukunft Ihrer Schülerinnen und Schüler gelegt. Damit haben Sie eine beachtliche Leistung vollbracht, hinter der bestimmt viele kluge Konzepte stecken und viel Fleiß und Disziplin”, gratuliert Hannelore Kraft in der Urkunde Lehrern, Schülern und Eltern.

Die Gesamtschule besuchen aktuell 1283 Schülerinnen und Schüler aus 26 Nationen. Diese kulturelle Vielfalt versuchten sie zu nutzen und jedem einen ganz individuellen Weg anzubieten, sich zu engagieren und dafür zu sorgen, dass Schüler mit Benachteiligung ihre Chance bekommen, erklärt Schulleiter Martin May. Dazu zählen Förderprogramme wie die Start-Stipendien für begabte Schüler mit Migrationshintergrund, ein multikulturelles Lehrerkollegium sowie eine Comenius-Schulpartnerschaft mit einer Schule im türkischen Dalaman.
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