Günter Forstenaichner gibt zum Ende der Session sein Amt ab

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
6951309.jpg
Bereit für den Stabwechsel: Prinzengarde-Kommandant Günter Forstenaichner (2.v.r.) will zum Ende der Session sein Amt weitergeben. Designierter Nachfolger ist sein Stellvertreter Hans Peters.

Alsdorf. Hier und jetzt soll der Kommandant selbst ausnahmsweise nichts zu melden haben – in Sachen Lob will die Garde ihr eigenes Ding durchziehen. Und Lob hat er verdient, der Günter Forstenaichner. Zum Ende der Session will der Kommandant der Prinzengarde sein Amt in jüngere Hände legen.

„Der Günter ist überhaupt einer, der stets viel Vertrauen in andere gesetzt und auch dem Nachwuchs eine Chance gegeben hat“, sagt Frederik Rybacki, der die Sitzungen der Prinzengarde moderiert.

Rybacki selbst ist ja auch noch so ein Jungspund. 32 Jahre ist er alt und in wenigen Wochen moderiert er bereits zum dritten Mal die großen Sitzungen in der Stadthalle. „Tradition bewahren, Neues wagen, das ist das Motto von Günter Forstenaichner.“ Als er 2000 die Kommandantur übernahm, gab es neue Uniformen und einen eigenen Online-Auftritt der Prinzengarde. Die Termine der Sitzungen hat der heute 61-Jährige ebenfalls gestrafft: Statt je einer Sitzung an vier Wochenenden gibt es nun an zwei Wochenenden jeweils zwei. So lassen sich auch aufwändigere Bühnenbilder gestalten, denn die Kulissen müssen in der Stadthalle während dieser Zeit nicht mehr auf- und abgebaut werden. Auch die „Late Night“-Show, die heutige Gardenacht, ist ein erfolgreich gewordenes Konzept Forstenaichners, um junges Publikum an das Brauchtum heranzuführen.

Offen für neue Ideen

„Einer der offen ist für neue Ideen und andere Leute mitreden lässt“ – so sieht Hans Peters den Mann, dessen Aufgabe er bald fortführen könnte. Der designierte Kommandant der Prinzengarde nennt Forstenaichner gar „meinen karnevalistischen Papa. Denn er hat mich in den Fanfarenzug geholt“. Kein Wunder, dass ihm das gelungen sei. „Wenn Günter etwas will, dann lässt er nicht locker, bevor er es hinbekommt!“

Dass die Prinzengarde – eine Abteilung der Kolpingsfamilie Alsdorf – heute mit 180 aktiven Mitgliedern glänzend aufgestellt ist, ist auch ein Verdienst Forstenaichners. Nur einmal hat er die Seiten gewechselt und mit seiner Garde nicht Prinzen begleitet, sondern hat sich begleiten lassen: 1990 war er mit seiner Anneliese das Majestätengespann in Alsdorf. Zwar musste seinerzeit der Rosenmontagszug aufgrund eines Sturms abgesagt werden, erinnert sich Hans Peters, doch wurde der Höhepunkt Ende März nachgeholt. Da müsse man flexibel sein – so wie der Kommandant es stets gewesen sei. Peters: „Dass wir uns in den kommenden Jahren keinen Gedanken wegen Nachwuchsmangel machen müssen, ist ein großer Verdienst von Günter Forstenaichner. Für ihn war die Prinzengarde ein Ganzjahresjob.“ Und auf sein Know-how will die Garde auch künftig nicht verzichten. Peters: „Er darf zwar kürzer treten, aber wir werden dafür sorgen, dass er uns auch noch erhalten bleibt.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert