Gruppe „Atelier“: Geballte künstlerische Schaffensfreude

Von: nk
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Beeindruckende Vielfalt der künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten: Die Gruppe „Atelier“ zeigt eine große Gemeinschaftsausstellung im Kulturzentrum „Altes Rathaus“. Foto: Nina Krüsmann

Würselen. Wenn sich acht kreative Menschen zu einer großen Gruppenausstellung zusammenfinden, dann darf man auf geballte künstlerische Schaffensfreude hoffen. Die Vielfalt der Kunst in der neuen Ausstellung der Würselener Künstlergruppe „Atelier“ ist beeindruckend.

Diesmal stellen Willi Lemke, Maria Lürken, Angela Mainz, Mechtild Niebeling-Mause, Alexandra Reichenberg, Renate Remy, Manfred Schieber und als Gäste Trude Adler und Jochen Jung aus. Die Würselener Künstlergruppe Atelier besteht seit 26 Jahren. „In regelmäßigen Treffen tauscht man sich aus, um sich weiterzuentwickeln und von den Erfahrungen anderer lernen zu können“, erklärt Lemke. Und das Ergebnis ist eine jährliche Gemeinschaftsausstellung, zu der jeweils Gastkünstler eingeladen werden, die das Spektrum der Gruppe ergänzen.

Zahlreiche Ausstellungen

Sigrid Kerinnis vom Kulturzentrum „Altes Rathaus“ hilft jedes Jahr bei der Organisation. Aber auch anderenorts wie im Aukloster in Monschau, in Morlaix, der französischen Partnerstadt von Würselen oder in Plerin, der Partnerstadt von Herzogenrath, fanden bereits Ausstellungen statt.

Von Beginn an dabei ist Maria Lürken, bekannt als Heimatmalerin. In vielen Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen zeigte sie bereits ihre Arbeiten in Öl, Aquarell, Bleistift, Tusche, und Acryl. Die Natur und natürlich Fantasie sind der Ursprung ihres künstlerischen Schaffens.

Äußerst vielseitig

Der Würselener Künstler Willi Lemke ist äußerst vielseitig. Er malt, zeichnet, radiert, fotografiert, collagiert, er schafft Wandobjekte, Skulpturen, Plastiken und ganze Rauminstallationen. Aber nicht nur die Art und Weise und die Technik seiner Kunstwerke sind äußerst variabel, sondern auch deren Inhalte. Neben surrealistischen, die Sehgewohnheiten irritierenden Kreidebildern, finden sich abstrakte, oft monochrome Ölgemälde, aus Metall und Holz zusammengefügte Tiere und selbst das menschliche Ohr ist für ihn interessant genug, um es zum Ausgangspunkt seiner künstlerischen Beschäftigung zu erwählen.

Ein Gast ist auch Trude Adler. Nach der Pensionierung als Erzieherin und Kunstlehrerin ging sie auf Reisen, am liebsten nach Afrika. Ein Aquarellblock durfte nicht fehlen.

Es entstanden viele Bilder, aber keine Landschaften, sondern afrikanische Motive wie Krieger, Menschen, Tiere, Masken.

Auch Adlers Keramiken zeigen ihre Vorliebe für afrikanische Figuren. Dabei wendet sie eine spezielle Technik an. Beim Rakubrennen benutzt sie wenig Glasuren, sondern geringe Mengen Kupferoxyd.

Erhitzen auf 1000 Grad Celsius

Die Teile werden nach dem Erhitzen über 1000 Grad Celsius in Sägemehl geworfen, das sofort anfängt zu brennen. Der dabei entstehende Kohlenstoff dringt tief und fest in die Keramik, so dass überwiegend dunkle Oberflächen mit Kupfereffekten entstehen.

Die Jahresausstellung der Würselener Künstlergruppe „Atelier und Gäste 2016“ im Kulturzentrum „Altes Rathaus“, Kaiserstraße 36, ist am kommenden Sonntag, 20., beziehungsweise 27. November jeweils von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Die Vernissage ist am Sonntag 20. November, um 12 Uhr.

Dazu spielt Franz Brandt am Flügel. Würselens Bürgermeister Arno Nelles spricht die Worte zur Einführung.

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