Herzogenrath - Grundschule Pannesheide: Drei Brandschutz-Varianten stehen zur Auswahl

Grundschule Pannesheide: Drei Brandschutz-Varianten stehen zur Auswahl

Von: Beatrix Oprée
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Hinter Gittern: Einige Klassenfenster im Alt- und Anbau sind provisorisch zu Fluchtwegen deklariert worden, über Gerüste geht es dann nach unten auf den Schulhof respektive die Straße. Foto: Markus Bienwald
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Hinter Gittern:

Herzogenrath. Hinter einem wahren Konglomerat aus Metallstangen und Gitterböden verbergen sich derzeit große Teile der Grundschule Pannesheide. Provisorische Aufbauten, um im Eventualfall zweite Fluchtwege für Schüler und Lehrer zu ermöglichen.

Auf Grundlage des vom Aachener Ingenieurbüro Bernhard Grawe eigens erstellten Brandschutzkonzepts hat die Kleine Kommission des Bauausschusses die Schule zwischenzeitlich in Augenschein genommen. Und am Dienstag um 17 Uhr beginnt die Sondersitzung des Fachausschusses, um über die von der Verwaltung daraufhin vorgelegten Varianten zu diskutieren, die wieder einen geregelten Unterrichtsbetrieb ermöglichen sollen. Von einer „pädagogisch nur schwer vertretbaren“ Situation hatte denn auch Schulamtsdirektor Gerd Funk in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses gesprochen.

Drei Varianten hat die Verwaltung für ein mögliches „weiteres Vorgehen“ in dem mehrfach erweiterten Gebäudekomplex ausgearbeitet. Da wäre zum einen ein vorläufiger Weiterbetrieb „mittels provisorischer zweiter baulicher Rettungswege“, will heißen der weiteren Nutzung angemieteter Fluchtgerüste. Spätestens ab Oktober müssten dann aber noch „grundsätzliche brandschutztechnische Maßnahmen“ vorgenommen werden, bauliche Maßnahmen im Altbau einschließlich Anbau in Höhe von rund 34 000 Euro, dazu im Neubau von rund 3000 Euro. Dazu kämen dann noch rund 47 700 Euro Jahreskosten für das Gerüst. Die Turnhalle bliebe allerdings weiterhin nicht nutzbar.

Beschlussvorschlag: Plan C

Variante B umfasst weitergehende bauliche Maßnahmen gemäß Brandschutzkonzept, verbunden mit einer Nutzung „entsprechend der Genehmigungsplanung im Bestand“. Veranschlagte Kosten: rund 139 000 Euro. Das Fluchtgerüst könnte dann abgebaut werden.

Die von der Verwaltung letztlich zum Beschluss vorgeschlagene Variante C sieht ergänzend zu den Maßnahmen in B in noch die „individuelle Berücksichtigung des gemäß Schul- bzw. Nutzungskonzept erforderlichen erweiterten Ausbaus“ – und zwar in Teilkonzepten für Turnhalle, Alt- und Anbau sowie den Neubau. Mit vorgesehen: die zusätzliche Schaffung von Ausweichräumen, etwa für eigenverantwortliches Lernen. Gesamtkosten, wenn alle Teilkonzepte umgesetzt werden: 328 000 Euro. Die Baumaßnahmen möglichst zeitnah umzusetzen, rät unter Bezug auf besagte Mahnung des Schulamtsdirektors auch der Fachbereich 2.2 in einer Stellungnahme des Schulträgers – „damit die Schule schnellstmöglich in die Lage versetzt wird, gemäß des Lehrplans ordnungsgemäß Unterricht anzubieten“.

Die große Koalition hatte beantragt, die notwendigen brandschutztechnischen Maßnahmen an der Pannesheider Schule „grundsätzlich an dem Genehmigungszustand aus den Jahren 1995/96 auszurichten“, dabei aber die neuen Schulbestandteile wie offene Ganztagsschule, Übermittagsbetreuung 8-1 sowie Schulsozialarbeit zu berücksichtigen.

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