Würselen - Grundschule Broichweiden bleibt vorerst katholisch

Grundschule Broichweiden bleibt vorerst katholisch

Von: Verena Müller
Letzte Aktualisierung:

Würselen. Die Stimmen sind ausgezählt, die Entscheidung ist gefallen. Wenigstens für dieses Jahr. Die Katholische Grundschule Broichweiden bleibt eine Bekenntnisschule.

Das haben die Eltern, die sich an der Abstimmung beteiligt haben, entschieden. Am Montag haben sind die letzten Stimmen abgegeben worden. „Das war‘s“, sagt Schulpflegschaftsvorsitzender Hans-Dieter Gehlen am Telefon. „Aber wir dürfen den Kopf nicht hängen lassen.“

Von 177 stimmberechtigten Eltern (pro an der Schule gemeldetes Kind eine Stimme) haben 97 an der Abstimmung teilgenommen (54,8 Prozent). Davon haben gestimmt: 70 für eine Umwandlung (39,5 Prozent) und 26 gegen eine Umwandlung (14,7 Prozent). Eine Stimme war ungültig.

„Die Beteiligung und das Ergebnis sind besser als ich es erwartet habe“, sagt Gehlen. Aber auch wenn sich die Mehrheit für eine Umwandlung in eine konfessionslose Gemeinschaftsgrundschule ausgesprochen hat, reicht dies nicht. Zur Umwandlung würden mindestens 50 Prozent aller Stimmen benötigt. „Man kann es auch so formulieren: 19 Ja-Stimmen haben gefehlt“, rechnet Gehlen vor. Und das sei nicht viel.

30 Eltern hatten auf das Votum der Schulpflegschaft hin bei der Stadt Würselen, dem Schulträger, den Antrag auf Umwandlung gestellt. Hintergrund ist, dass Teile der Elternschaft eine Benachteiligung der Verbundschule – Katholische Grundschule Broichweiden und Gemeinschaftsgrundschule Linden-Neusen - bei der Nachbesetzung der Schulleiterstelle, wenn die jetzige Rektorin Astrid Pagnia in Pension geht - befürchtet. Denn solange eine oder beide Schulen das „katholisch“ im Titel tragen, dürfen nur Katholiken die Verbundschule leiten. Im eh schon großen Wettbewerb um Grundschulleiter eine weitere Reduzierung der Optionen, so die Argumentation des Schulpflegschaftsvorsitzenden.

„Nächstes Jahr wird das Problem noch dringender“, sagt Gehlen. Sollte sich die Schulpflegschaft dann also erneut dafür aussprechen, einen Umwandlungsantrag in die Wege zu leiten – und das ist jedes Jahr im Januar möglich – könnte das Ergebnis anders ausfallen.

„Im Moment ist das Bedauern da“, sagt Gehlen, vor allem, weil sich eine protestantische Anwärterin auf den Posten noch nicht in diesem Jahr bewerben und somit die Leiterstelle zu Beginn des übernächsten Schuljahres sehr wahrscheinlich vakant wäre. In anderthalb Jahren wird Astrid Pagnia ihren Schreibtisch räumen.

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