„Grüne SA”-Vergleich: Herzogenraths Feuerwehr nimmt Stellung

Letzte Aktualisierung:

Herzogenrath. Brandinspektor Thomas Hendriks, stellvertretender Leiter der Feuerwehr und Beauftragter für die Öffentlichkeitsarbeit der Wehr, nimmt in Sachen „Grüne SA” Stellung.

Die Herzogenrather CDU hatte im Rahmen einer Pressekonferenz öffentlich gemacht, dass SPD-Ratsherr Hartmut Prast in einer internen Sitzung der Feuerwehr im Januar dieses Jahres die Schützenbruderschaft St. Thekla Merkstein 1951 als „Grüne SA” bezeichnet hatte („SPD-Ratsherr nennt Thekla-Schützen eine ,Grüne SA”, Beitrag vom 13. Oktober). Hendriks schreibt dazu:

„Mit Bedauern hat die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Herzogenrath (...) die Berichterstattung bezüglich der Aussage des Stadtverordneten Hartmut Prast, der das Amt des Fachberaters Chemie innerhalb der Wehr bekleidet, gegenüber den Schützen zur Kenntnis genommen.

Stellvertretend für die 290 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Herzogenrath stellt Stadtbrandinspektor Detlev Busse fest, dass es innerhalb der Wehr keine rechten Tendenzen gibt.

Die von Hartmut Prast getätigte Aussage stellte bei der erwähnten nichtöffentlichen Gruppenführerbesprechung des Löschzuges Merkstein seine zu diesem Zeitpunkt persönliche Meinung dar, ohne dass sich hierfür im Kreis der anwesenden Wehrangehörigen eine Mehrheit gefunden hätte bzw. gefunden hat. Zwischenzeitlich hat er sich mündlich und schriftlich für diese ,Dummheit bei den Betroffenen entschuldigt.

Festzuhalten ist auch, dass der Ton bei diesen Besprechungen der einzelnen Löschzüge, gerade auch beim Löschzug Merkstein, mitunter rustikal ist, auch vor dem Hintergrund, dass die Worte den Raum nicht verlassen.

Bedauerlich ist, dass im Zuge der bereits erwähnten Berichterstattung mehrmals die Freiwillige Feuerwehr Herzogenrath erwähnt worden ist. Daraus kann unter Umständen geschlossen werden, dass innerhalb der Feuerwehr Herzogenrath Indiskretionen üblich sind.

Dem wird von Detlev Busse ganz energisch widersprochen. Die Freiwillige Feuerwehr Herzogenrath steht für Ehrlichkeit und Loyalität. Der mitunter nicht einfache Dienst der Feuerwehrfrauen und -männer erfordert gerade Verschwiegenheit und Vertrauen, weil diese häufig zuerst mit Unfallopfern und Brandgeschädigten in Kontakt treten und Grundlage für das persönliche Vertrauensverhältnis nach einem belastenden Ereignis sind.

Diese grundlegenden Dinge des ehrenamtlichen Dienstes stellen eine besondere Tugend der Freiwilligen Feuerwehr in Deutschland dar. Jeder Wehrangehörige wird daher auch einmal jährlich über seine Verschwiegenheit im Feuerwehrdienst belehrt.

Dies hat auch bei der Freiwilligen Feuerwehr Herzogenrath bisher Tradition gehabt.

Wieso es nun zu diesem Vorfall beim Löschzug Merkstein gekommen ist, wird derzeit noch ermittelt. In dem Verfahren ist ebenfalls Bürgermeister Christoph von den Driesch, als oberster Chef der Freiwilligen Feuerwehr Herzogenrath, involviert.”
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