Grüne: Besuch von Lienenkämper brachte keine neuen Ergebnisse

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Alsdorf. Die Grünen werten die Aussagen des Landesbauministers und Wittke-Nachfolgers Lutz Lienenkämper als „Bestätigung des bekannten Sachstandes”.

Fraktionsvorsitzender Horst-Dieter Heidenreich: „Ein Zückerchen hat der Minister seinen CDU-Parteifreunden mitgebracht, das musste im Kommunalwahlkampf wohl sein: die Bestätigung der Absichtserklärung seines Vorgängers Oliver Wittke, zwölf Millionen Euro für den Schulneubau auf Anna in Aussicht zu stellen.”

Geknüpft sei dies aber noch an viele Bedingungen, die im weiteren Verfahren erst erfüllt werden müssten. „Schriftlich gab´s das Ganze auch diesmal nicht”, kritisiert Heidenreich. Noch immer sei kein überprüfbares Finanzierungskonzept bekannt, von Detailplanungen ganz abgesehen. Und niemand wisse, ob es nicht doch teurer werde als 35,36 Millionen Euro, wenn etwa die tatsächlichen Baukosten stiegen oder auch unvorhergesehene Bodenaltlasten auftauchen würden wie bei der nahe gelegenen neuen Grundschule.

Weiter im Unklaren

Würde das Ministerium dann auch 16 oder 20 Millionen zuschießen? Oder müsse die klamme Stadt die Mehrkosten aufbringen? Darüber habe der wahlkämpfende Minister alle im Unklaren gelassen.

Wilfried Bock, Direktor des Gymnasiums, klage Handeln ein. Sieben Jahre seien ins Land gegangen, ohne dass etwas passiert sei. „Recht hat er, auch wenn gerade er sein Fähnlein immer in den Wind gehängt hat. Mal war er vehement für eine andere, in 2003 von der SPD-Fraktion - die eine Sanierung jahrelang zu verhindern wusste - geforderte Neubauvariante auf dem Anna-Gelände, mal war er Feuer und Flamme für das Sanierungskonzept in Ofden”, erklärt Horst-Dieter Heidenreich weiter.

Jetzt fordere er - wie schon einmal 2006 - nachdrücklich den Neubau in der und um die Kraftzentrale. Dabei lägen die Sanierungspläne für die Gebäude am Weiher bereits seit Jahren auf dem Tisch, zeigt Heidenreich auf.

Könnten die im Raum stehenden zwölf Millionen Landesmittel oder auch nur zwei Drittel dieser Summe hierfür verwendet werden, wäre es möglich, das Schulproblem mit viel weniger städtischem Finanzaufwand zu lösen, appellieren die Grünen. „Und ich bin sicher: Die Modernisierung am Standort Ofden wäre oder würde nach neuesten energietechnischen Anforderungen geschehen! Baesweiler und Würselen machen es uns mit ihren alten Schulgebäuden vor. Die ärgerliche Hängepartie geht also weiter - leider!”, bedauern die Grünen um Hort-Dieter Heidenreich.
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