Aachen/Würselen - Gründerpreis: Junge Menschen zeigen kreatives Potenzial

Gründerpreis: Junge Menschen zeigen kreatives Potenzial

Von: Julia Arndt
Letzte Aktualisierung:
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Sieger und Platzierte: Beim „Deutschen Gründerpreis für Schüler 2014“ zeichnete Norbert Laufs vom Vorstand der Sparkasse (rechts) die kreativen jungen Menschen aus.

Aachen/Würselen. „Erfolg entsteht dadurch, dass man sich auf das konzentriert, was man wirklich mag und worin man gut ist.“ Mit diesem Zitat von Bill Gates eröffnete Norbert Laufs, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Aachen, die Siegerehrung des Deutschen Gründerpreises für Schüler.

Da wundert es niemanden, dass die insgesamt zehn geehrten Teams aus dem Aachener Raum in der Gesamtwertung so erfolgreich abschnitten wie noch in keinem Jahr zuvor. Gleich vier Gruppen dürfen danach zur landesweiten Siegerehrung nach Düsseldorf fahren und stellen damit fast die Hälfte der eingeladenen Teams.

Dementsprechend knapp waren die Punktdifferenzen der vorderen Plätze zwischen den Teilnehmern der drei Gymnasien. „Alle Teams bewegen sich mittlerweile auf sehr hohem Niveau“, freute sich die Spielbetreuerin der Sparkasse Aachen, Svenja Kirchhoff. Am Ende konnte das sechsköpfige Team der fiktiven „Aequos GmbH“ vom Heilig-Geist-Gymnasium Würselen jedoch das Rennen für sich entscheiden.

Jan und Antonia Böckers, Felix Gruschka, Franziska Kores, Martin Römgens und Fabian Wicking lieferten nicht nur ein kreatives Projekt, sondern vor allem auch ein überzeugendes Konzept, was laut Laufs mindestens so entscheidend für die bewerteten Geschäftsstrategien ist. Ihr Produkt: ein variabel verwendbares Gerät, welches den beispielsweise durch Parkinson hervorgerufenen Tremor ausgleichen und somit den Betroffenen alltägliche Aufgaben erleichtern kann. Mit diesem Projekt haben es die Schüler sogar in die bundesweite Top Ten geschafft.

Damit gehört auch die Siegeridee einem erfreulichen Trend unter den Preisträgern an, die sich allesamt in ihrem sozialen Gedanken und gesellschaftsrelevanten Einfluss einten. Platz zwei sicherte sich das Team von „K.O.P.“ des Pius-Gymnasiums mit seinem K.O.-Protector: ein K.O.-Tropfen- Tester, welcher direkt im Glas verarbeitet ist. Platz drei ging an das Team „P.O.Y.“, erneut vom Heilig-Geist-Gymnasium. P.O.Y. ist die Abkürzung für „Part of You“ und beschreibt ein Armband, welches physische und psychische Parameter des Trägers überwacht und somit beispielsweise Soldaten in Krisengebieten vor einer gesundheitlichen Gefährdung bewahren soll.

Eine schöne Tendenz in einem Wettbewerb, in welchem die Ergebnisse von Aufgaben aus Bereichen wie Marktforschung, Finanzplanung, Marketing oder Öffentlichkeitsarbeit mit Punkten versehen wurden. Zeigt es doch, dass Aachens Nachwuchs-Gründer neben Durchhaltevermögen, Teamfähigkeit und Einsatzwillen auch großes soziales Bewusstsein und kreative Lösungsansätze für ein besseres Morgen mitbringen, wie auch die Idee eines Echoloten-Handys für Blinde vom Gymnasium Baesweiler zeigt.

Zukunftsorientiert sind auch die Projekte der anderen Platzierten – und vor allem digital. Ob eine App für bargeldloses Parken, ein „Individual Artist Promotion Service“ für aufstrebende Künstler, eine Plattform zum simplen Gestalten von YouTube oder ein System zur schnelleren Gepäckverladung: All das könnte in Augen der Schüler einfacher und effizienter gelöst werden.

Für den gewissen Lifestyle-Faktor sorgten die Teams „Waterdrop“ und „Panorama“ mit ihren Präsentationen von Musikgenuss beim Wassersport und bezahlbaren Traumaussichten für günstige Wohnungen. Belohnt wurde so viel Fantasie und Herzblut mit attraktiven Sachpreisen und Geldprämien zwischen 100 und 500 Euro für die Teilnehmer und ihre Paten und Coaches.

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