Grün auf dem Kunstrasenplatz sprießt nicht so schnell

Von: Max Eckstein
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Alsdorf. Geduld haben sie reichlich. Und die werden sie wahrscheinlich auch künftig sehr gut gebrauchen können, die Verantwortlichen des VfL Eintracht Warden um den Vorsitzenden Peter Büttgen.

Ob der rührige Klub aus dem Alsdorfer Stadtteil Warden nämlich in absehbarer Zeit - sprich bis 2010 - den geplanten und längst zugesicherten Kunstrasenplatz zur Verfügung haben wird, muss sich zeigen.

Der Verein hatte sich von der Podiumsdiskussion, zu der ins Siegbert-Braun-Klubhaus eingeladen worden war, zumindest etwas weniger Verunsicherung erhofft. Da die Bebauung der bisherigen Begauer Sportanlage aber noch nicht in trockenen Tüchern ist und damit die Finanzierung für den neuen Wardener Platz fehlt, kam von Politik und Verwaltung außer Hinhalteparolen nichts.

Der VfL Eintracht 1922, zählt derzeit 420 Mitglieder, von denen gut 200 25 Jahre und jünger sind. Mit drei Seniorenteams, einer Altherrenmannschaft und zehn Vertretungen in den verschiedenen Nachwuchs-Altersklassen, ist dokumentiert, was da an ehrenamtlicher Arbeit geleistet wird.

Zudem gibt es für Frauen und Männer Freizeitsportabteilungen. Und da durfte man davon ausgehen, dass kein unbilliges Ansinnen gestellt worden ist.

Der Antrag wurde immerhin inzwischen drei Mal einstimmig bewilligt.

Gelände in Begau vermarkten

Am Freitagabend nun mutmaßte der städtische Baudezernent, dass es wohl Ende des Jahres losgehen könne. „Wir sprechen aber von freiwilligen Leistungen”, ging Harald Richter ins Detail. „Die Anlage in Warden ist nicht an eine Schule angebunden.” Und das mache das Prozedere nicht einfacher.

Alfred Sonders, Bürgermeister-Aspirant der SPD, betonte, dass man das Projekt erst in Angriff nehmen könne, wenn das Gelände in Begau vermarktet sei.

Da widersprach Bernd Kirfel, bei der Wahl sein CDU-Gegenkandidat, verständlicherweise nicht. Der Jurist betonte, wie wichtig gerade in der heutigen Zeit das Ehrenamt sei und dieses jede Unterstützung brauche.

Weit weniger zurückhaltend äußerte sich Horst Dieter Heidenreich (Bündnis 90/Die Grünen). „In Alsdorf gibt es derzeit andere Prioritäten”, erklärte er, der wie die Stadtrats-Mitglieder oder Kandidaten Friedhelm Krämer, Peter Dammers (beide SPD), Edgar Spiertz (CDU), Heinz Liska /FDP) und Dietmar Brühl (Freie Wähler) an der regen, wenn auch letztlich unfruchtbaren Diskussion beteiligt war.

Geholfen ist dem VfL Eintracht sicher nicht, zumindest brachte er sich aber noch einmal eindrucksvoll in Erinnerung.
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