Grubenunglück auf Anna II: Die Opfer sind nicht vergessen

Von: Stefan Schaum
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Einblicke: Das Heft des Bergbaumuseumsvereins erinnert Pastoralreferentin Bärbel Schumacher, die Vereinsmitglieder Karl-Peter Schröder (l.) und Josef Kohnen (r.) sowie Alsdorfs Ersten Beigeordneten Ralf Kahlen an die Katastrophe vor 80 Jahren. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Die Kirchenglocken werden früh läuten an diesem Tag. Um 7.29 Uhr soll ihr Klang am Donnerstag, 21. Oktober, an das erinnern, was in jener Minute vor exakt 80 Jahren auf der Schachtanlage Anna II geschah. Nämlich an das große Grubenunglück, das das Leben von 271 Bergleuten forderte und die Stadt zum Katastrophengebiet machte.

Die untertägige Explosion erschütterte seinerzeit das ganze Land. Groß war die Anteilnahme und auch die finanzielle Unterstützung. Lebendig geblieben ist die Erinnerung bis heute.

„Ich merke, dass das die Stadt immer noch bewegt”, sagte Alsdorfs Erster Beigeordneter Ralf Kahlen bei der Vorstellung des Programms zur Gedenkfeier. „Alsdorf kann immer noch stolz auf seine Bergbauwurzeln sein. Und dazu gehören leider auch solche tragischen Dinge.”

Ökumenischer Gottesdienst

Gemeinsam mit dem Bergbaumuseumsverein Grube Anna lädt die Stadt am Jahrestag um 11 Uhr in die Totenhalle auf dem Nordfriedhof ein. Dort werden Pfarrer Ulrich Eichenberg und Pastoralreferentin Bärbel Schumacher einen ökumenischen Gottesdienst feiern. Musikalisch umrahmt der Knappenchor St. Barbara das Gedenken an die Opfer.

Eine Prozession führt anschließend zu der Gedenkstätte und dem Gräberfeld auf dem Friedhof, wo Kränze niedergelegt werden sollen. Karl-Peter Schröder vom Bergbaumuseumsverein rechnet erneut mit einer großen Anteilnahme. „Bei der Gedenkfeier vor fünf Jahren haben sich viele Menschen gemeinsam an das Schreckliche erinnert und der Toten gedacht.”

Auch an anderen Stellen in der Stadt soll das Erinnern sichtbar sein. So werden die Flaggen auf Halbmast wehen.
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