Großpfarrei ist fast schon Alltag

Von: Stefan Klassen
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Demnächst Teil der Großpfarr
Demnächst Teil der Großpfarrei St. Marien Baesweiler: St. Laurentius in Puffendorf. Foto: Stefan Klassen

Baesweiler. „Die Gläubigen in den einzelnen Gemeinden werden das nicht merken.” Gremienvertreter wie Thomas Mohr vom Kirchengemeindeverband (KGV) Baesweiler sehen der Fusion der sechs Baesweiler Pfarrgemeinden zum 1. Januar 2013 gelassen entgegen.

Bistum und die Gremien der Pfarreien hatten seit 2008 über eine Zusammenführung verhandelt. Die neue Großpfarrei wird den Namen St. Marien tragen, Pfarrkirche ist St. Petrus in Baesweiler.

Bereits vor drei Jahren hatten sich die Pfarreien zur Gemeinschaft der Gemeinden St. Marien vereinigt. Zugleich waren im Rahmen dieses Fusionsprozesses auf Raten bereits die Strukturen angepasst und aus den jeweiligen Pfarrgemeinderäten ein Gesamtpfarrgemeinderat gebildet worden.

KGV-Vize-Vorsitzender Thomas Mohr betont, dass die Fusion 2013 lediglich die Verwaltungsstrukturen betreffen wird. Das Gremium Kirchengemeindeverband falle dann weg, was letztlich die Entscheidungswege vereinfache. „Für die Zukunft sind die bisherigen Strukturen nicht praktikabel.” In der künftigen Großpfarrei St. Marien könnten dann wichtige Aufgabenstellungen mit finanziellem Hintergrund - etwa das kirchliche Immobilienmanagement - einfacher angegangen werden.

Auf die seelsorgerische Versorgung wie beispielsweise die Zahl der Messen oder die Gestaltung von Taufen und Beerdigungen hat die Verschmelzung keine Auswirkungen.

In dieser Hinsicht sind die Strukturen bereits seit geraumer Zeit angepasst und eingespielt - spätestens seit Pfarrer Ferdi Bruckes das Amt von Burkhard Kroh und Hermann Küppers übernommen hat. Der überraschende Wechsel des Kirchenpersonals hatte für eine zeitliche Verzögerung des Fusionsprozesses gesorgt, der nach ursprünglichen Plänen des Bistums bereits zum Beginn dieses Jahres abgeschlossen werden sollte.

Gremienvertreter aus den Gemeinden hatten jedoch - letztlich erfolgreich - gefordert, nichts zu überstürzen und den Fusionsprozess gemeinsam mit dem neuen Pastor, der sich bereits nach wenigen Monaten in Baesweiler größter Beliebtheit und Wertschätzung erfreut, zu gestalten.

Arbeitsplätze fallen aufgrund der Fusionsentscheidung nicht weg, wie Thomas Mohr betont. Alles sei bereits angepasst. „De facto ist die Fusion eigentlich schon geschehen, nur de jure noch nicht”, erklärt der stellvertretende KGV-Vorsitzende, der im beruflichen Leben Anwalt ist.

Zudem werden alle bisherigen Pfarren ihre jeweiligen Pfarrpatrone behalten - etwa St. Laurentius in Puffendorf oder St. Martinus in Oidtweiler. „Wichtig ist, dass wir uns unter großer ehrenamtlicher Mitarbeit das erhalten, was die Kirche ausmacht.” Mohr blickt zum Vergleich hoffnungsvoll auf „die Stadt Baesweiler als Paradebeispiel, wie eine Kommune funktioniert. Was die Bürger machen, sollten auch die Christen hinkriegen.”
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