Großes Lob für den „Masterplan Ofden“

Von: Karl Stüber
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Wie geht es weiter? Auch ein Umzug von Gymnasium und Realschule ist folgenreich für Ofden, wie im Masterplan erörtert wird. Foto: S. Schaum

Alsdorf. Großes Lob für die Alsdorfer Verwaltung aus den Reihen des Stadtentwicklungsausschusses und für den dort Vortragenden Matthias Otte vom Bereich Bauleitplanung – und das zum Entwurf des „Masterplan Ofden“.

Der Plan zeigt bekanntlich Möglichkeiten auf, den rund 2500 Einwohner zählenden Stadtteil nach geplantem Umzug von Gymnasium, Realschule und Verein für allgemeine und berufliche Weiterbildung (VabW) sowie angesichts der „Verschlankung“ der evangelischen Gemeinde positiv weiterzuentwickeln, das Gemeinwesen zu stärken und die Nahversorgung besser zu organisieren.

Selbst die Grünen, die zuvor bekannte Teile aus der Studie – so die mittlerweile bereits planungsrechtlich vorbereitete Bebauung des Geländes des VabW mit Wohnhäusern – sehr kritisch sehen, halten das nun im Fachausschuss vorgestellte und erweitere Werk für ein „hervorragende Ausarbeitung“ und eine Diskussionsgrundlage.

Sie sehen darin wichtige Denkanstöße, wie Hartmut Malecha sagte. Allerdings fand Malecha auch kritische Worte zur Wohnbebauung des Geländes des Gymnasiums und dem angedachten „Heranrücken“ von noch zu bauenden Häusern an die Sichtkante vom Weiher aus. Erholungssuchende dort könnte der Blick darauf irritieren.

Das von der Aktionsgemeinschaft Stadtmarketing Alsdorf und unserer Zeitung für Mittwoch, 11. Dezember, angesetzte Stadtgespräch (siehe Infobox) hält Malecha für ein „tolles Forum“, mahnte aber die davon getrennt zu sehende und rechtlich verbindliche formale Bürgerbeteiligung an, die Renate Schaal, Fachgebietsleiterin Bauleitplanung, auch zusagte. So sei unter anderem eine „Planungswerkstatt“ geplant, an der sich Bürger beteiligen könnten.

Malechas Parteikollege Horst-Dieter Heidenreich merkte an: Die Anbindung durch den öffentlichen Nahverkehr, sprich Buslinie, sei ganz und gar so nicht gut, wie im Plan dargestellt. Auch die SPD, deren Parteikollege und Bürgermeister Alfred Sonders letztlich als Verwaltungschef für den Masterplan verantwortlich zeichnet, goss ein wenig Wasser in den ansonsten für gut befundenen Wein.

Manfred Held stellte klar, dass mit der SPD eine Randbebauung der Festwiese in Ofden, wie im Masterplan vorgeschlagen, nicht zu machen sei. CDU-Fraktionsvorsitzender Franz Brandt hingegen sagte, die Politik sei gut beraten damit, nicht von vorneherein an dem Entwurfsplan zu feilen und Teile wegzulassen. Zunächst solle der Entwurf als Diskussionsbasis auch und gerade mit den Bürgern dienen. Diese Beteiligung solle erst einmal abgewartet werden. Dem schloss sich Bernd Mortimer (ABU) an.

Was halten Sie, liebe Leser, vom „Masterplan Ofden“? Was finden Sie gut, was schlecht? Was fehlt in Ofden, was soll verbessert werden? Schreiben Sie uns Ihre Meinung unter www.leser-meinung.de.

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