Alsdorf - Großer Dank an „Papst von Schaufenberg”

Großer Dank an „Papst von Schaufenberg”

Von: Thomas Vogel
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Zeichen von Sympathie und Verb
Zeichen von Sympathie und Verbundenheit: ABU-Vorsitzender Bernd Mortimer (r.) und Geschäftsführer Norbert Koerlings überreichen Pastor Christian Kittel den ersten Preis „Für den Verdienst”. Foto: Thomas Vogel

Alsdorf. Politik für die Stadt machen - das haben sie sich auf ihre Fahnen geschrieben. Und Persönlichkeiten zu ehren, die sich um das Wohl Alsdorfs verdient gemacht haben, ist nach Ansicht der Alsdorfer Bürger Union (ABU) integraler Bestandteil dessen.

Die logische Konsequenz ist der Preis „Für den Verdienst”, den der Verein ins Leben gerufen hat, um nun jährlich eben jenen Personen öffentlich zu danken.

Der erste Preisträger entspricht dieser Voraussetzung zu 100 Prozent, davon sind die Vereinsmitglieder überzeugt. Es ist der Pfarrer im Ruhestand Christian Kittel. „Er ist fast so etwas wie der Papst von Schaufenberg”, erklärte ABU-Chef und Fraktionsvorsitzender Bernd Mortimer. Sein Wirken beschränke sich nicht auf Seelsorge, es gehe weit darüber hinaus. Sogar um den Karneval habe er sich verdient gemacht.

Schaufenbergs Vereins- und Dorfleben ohne Kittel? Unvorstellbar. Obwohl der 80. Geburtstag nun auch schon wieder ein paar Jährchen zurückliegt und er nach 40 Jahren Arbeit als Pfarrer und Seelsorger eigentlich in Rente ist, hält er nicht still. Zum Glück für den Stadtteil, denn Christian Kittel kümmert sich. Für Alte, Kranke, Kinder, oder Menschen, die einfach ein offenes Ohr suchen ist er da - mit Herzlichkeit, Mitgefühl - und mit Humor.

„Im Allgemeinen sind die Leute froh wenn der Pastor den Mund hält”, meinte der Geehrte zwinkernd zu den Menschen, die in die Gaststätte „Schaufenberger Eck” gekommen waren, um bei der Preisverleihung dabei zu sein. Ob der langjährige Stadtverordnete Manfred Rohr, der Vorsitzende des Alsdorfer Geschichtsvereins Rudolf Bast, oder die ABU-Mitglieder Frank Breuer, Hubert Hennes und Norbert Koerlings, sie alle wollten Kittel ihre Wertschätzung zeigen. Unter ihnen war auch Bürgermeister Alfred Sonders, der sich gerne an die Pfarrfeste im Stadtteil erinnert: „Da war die Familie Schaufenberg zusammen, mit ihrem Familienvater Christian Kittel.” Er habe sich einen Platz in seinem Herzen bewahrt für die Dinge, die gut und richtig sind. Alsdorf könne gar nicht genug Menschen wie Kittel haben, die jederzeit zur Verfügung stehen, etwas Gutes zu tun. Auch die ABU verdiene Dank, ihre Mitglieder seien fleißige Arbeiter im Sinne der Stadt und eine verlässliche Größe im Stadtrat.

Neben der Urkunde und einem guten Tröpfchen gab es für den Preisträger außerdem 300 Euro. Die will Kittel aber nicht für sich behalten, sondern in der Seniorenarbeit der Gemeinde verwenden. „In der Seniorenstube sind immer ein paar Löcher zu stopfen”, meinte er. Und auch den Dank will der Pfarrer nicht für sich alleine annehmen. Er gebühre allen, die ihn auf seinem Weg begleitet haben: seinen Geschwistern, Freunden und Mitarbeitern. Nicht wenige von ihnen waren unter den rund 40 Gästen im „Schaufenberger Eck”.

Wie groß Sympathie und Verbundenheit gegenüber dem Schaufenberger Original sind, brachte schließlich Bernd Mortimer auf den Punkt: „Könnten alle, die Dir danken möchten, heute hier sein, wäre dieser Raum zu klein und die Schlange so lang wie an der Aldi-Kasse bei Sonderangeboten.”
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