Großer Andrang beim 4. Ausbildungsmarkt

Von: Stefan Schaum
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Tipps vom angehenden Fachmann: Roman Gillessen (r.) ist im vierten Lehrjahr zum Elektroniker für Geräte und Systeme. Beim gestrigen Ausbildungsmarkt will er bei Schülern die Lust auf Ausbildung wecken. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Roman Gillessen steht wieder dort, wo er vor fünf Jahren schon mal war. Seinerzeit hatte er als Schüler den Ausbildungsmarkt in der Alsdorfer Stadthalle besucht. „Ich habe da auf Anhieb etwas Passendes gefunden”, sagt er, „das hat mir richtig was gebracht.”

Seinen heutigen Lehrherren hat er nämlich dort kennengelernt. So kommt es, dass er am Donnerstag wieder da ist, aber auf der anderen Seite des Tisches steht. Als angehender Elektroniker für Geräte und Systeme macht der Azubi den jungen Besuchern die Ausbildung schmackhaft.

Der 19-Jährige ist mit viel Eifer bei der Sache. „Ich weiß ja genau, dass viele hoffen, hier ein paar gute Anregungen zu bekommen. Die wollen sehen, was es für Möglichkeiten gibt.” Nicht nur er kennt das Gefühl noch gut, nach der passenden Lehre zu suchen.

An vielen Infoständen der gut 50 Firmen auf dem von unserer Zeitung präsentierten Ausbildungsmarkt stehen Azubis und winken mit Infoflyern. Sie wollen auf Augenhöhe mit den jungen Besuchern ins Gespräch kommen. Um ihnen zu zeigen, wie sie den Start in die Lehre geschafft haben und worauf die Schüler beim Sprung ins Berufsleben achten sollten.

Schwer bepackt

Gut 1500 Schüler von zehn weiterführenden Schulen schauen sich bei der vierten gemeinsamen Veranstaltung des Industrie- und Gewerbeparks Alsdorf und der Stadt Herzogenrath um. Nach dem Rundgang ist jeder von ihnen schwer bepackt und hat etliche Broschüren von Firmen unter dem Arm.

Einer von ihnen ist Armin Kochs. „Etwas mit E-Technik”, schwebt dem 14-Jährigen vor, doch sei er offen für andere Inspirationen in Sachen Lehre. „Ich finde dieses Angebot hier sehr interessant.” Weil es so facettenreich sei. Handwerker und Polizei, Versicherungen und Banken, Verwaltungen und Krankenkassen präsentieren ihre Ausbildungszweige. Auch zahlreiche Weiterbildungseinrichtungen sind an Bord.

„Information ist alles, wenn es um die Berufswahl geht”, sagt Alsdorfs Bürgermeister Alfred Sonders bei der Eröffnung des Ausbildungsmarktes. „Nirgendwo ist der Kontakt zu Ausbildern so leicht herzustellen wie auf solch einer Informationsbörse.” So sieht es auch sein Herzogenrather Amtskollege Christoph von den Driesch: „Es beeindruckt mich, dass es so viele Firmen gibt, die ihre Zeit opfern, damit Jugendliche sich rechtzeitig informieren können.”

Mädchen und Technik

Dass die Schüler von heute womöglich von rückläufigen Geburtenzahlen profitieren, formuliert Manfred Scherer, Technischer Ausbilder der Aachener Niederlassung der Daimler AG, bei der Dialogrunde mit unserem Redakteur Karl Stüber. „Der demographische Wandel schlägt voll durch. In vergangenen Jahren konnten wir uns vor Bewerbungen kaum retten, jetzt gibt es einen extremen Mangel an Bewerbern.” Dabei erkennt er einen weiteren Trend: „Auch Mädchen interessieren sich zunehmend für die technischen Berufe.”

Solch einen zu ergattern, sei nicht nur eine Frage der Schulnoten, sagt Sevtap Coskun, Personalreferentin der Aachener Zentis GmbH. „Bewerbungsmappen sind auch ausschlaggebend - daran kann man gut ablesen, wie bemüht ein Bewerber ist.” Auch das ein wichtiger Tipp, den die jungen Besucher des Ausbildungsmarktes auf ihrem weiteren Weg beherzigen können.
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