Großer Andrang bei „Euregionalem Geschichtsmarkt“

Von: mas
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Geheimnisse der Bockreiter: Ein paar davon konnten Klaus Peschke (l.) und seine Mitstreiter beim Geschichtsmarkt lüften. Foto: S. Malinowski
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Koggen aus dem Mittelalter präsentierten Ingenieur Bernhard Siepen (l.) und sein Sohn Michael. Catharina Scholtens zeigte sich begeistert. Foto: S. Malinowski

Kerkrade. Catharina Scholtens wusste zeitweise gar nicht mehr, welche Hände sie nun zuerst schütteln sollte. Denn der Andrang war unüberschaubar groß. Und das schon weit vor Beginn des Ersten „Euregionalen Geschichtsmarktes“ im Kloster Rolduc.

Es machte den Eindruck, als seien erste Besucher schon eine Stunde vor Öffnung der Tore mit den 26 ausstellenden Vereinen in den Dialog getreten. In drei Sälen präsentierten sich die Forscher und Traditionspfleger.

„Wir haben heute Vereine aus Belgien, den Niederlanden und Deutschland hier“, sagte Catharina Scholtens. Die „Doppelmandatsträgerin“ – Scholtens ist Vorsitzende der ausrichtenden Stichting Eurode 2000 und des Geschichtsvereins Baesweiler – war vom Zuspruch überwältigt. „Wir haben vier Monate gebraucht, um das zu organisieren“ – doch dafür gab es am gestrigen Sonntagvormittag auch die Belohnung für die ausrichtenden Institutionen.

Kulturelles Erbe bewahren

Das Motiv, das hinter der Ausstellung steht, nannte die Chefin auch. „Wir wollen das historische und kulturelle Erbe der Städte und Gemeinden bewahren.“ Viele Einblicke waren in dieser Hinsicht möglich. Alleine die Zahl historischer Bücher und Publikationen hätte eine zweitägige Ausstellung gerechtfertigt. Großer Andrang herrschte an allen Ständen, so auch bei der Gesellschaft für Internationale Burgenkunde.

Diplom-Ingenieur und Architekt Bernhard Siepen musste immer wieder Vorträge über die ausgestellten Koggen und über das ebenfalls hochwertige Büchermaterial halten. Mit sehr viel Liebe zum Detail und mit fundiertem Fachwissen hatten die 25 Mitglieder der Gesellschaft ihre Schiffe gebaut und auf die Burgen verwiesen, die es beispielsweise auch in Bonn zu betrachten gibt.

An anderer Stelle war zu lesen, dass es auch in Alsdorf einst Bockreiter gegeben hatte. Klaus Peschke hatte in einem Fachbuch einen mehrseitigen Beitrag dazu geleistet. „Das wissen wirklich nur wenige“, sagte der frühere VHS-Leiter bei Betrachtung des Artikels „Die Freiherrlichkeit Alsdorfs bestraft die Bosdaten (Anm.: Böstaten) der Bockreiter“.

Dieses und andere Bücher sowie Original-Uniformen oder die Familiendaten interessierten auch Baesweilers Bürgermeister Willi Linkens sowie seinen Herzogenrather Amtskollegen Christoph von den Driesch, die von Catharina Scholtens begrüßt wurden. Sie werden gerne vernommen haben, dass es in zwei Jahren den zweiten Markt in Rolduc geben soll. Günter Pesler, Geschäftsführer des Geschichtsvereins Baesweiler und eifriger Architekt des Marktes klang zuversichtlich: „Das wird sich allemal etablieren!“

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