Baesweiler - Große Trauer um Sofia Sander

Große Trauer um Sofia Sander

Von: bea
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Besondere Auszeichnung: Sofia Sander nimmt beim Neujahrsempfang zusammen mit Willy Feldeisen (r.) von Bürgermeister Dr. Willi Linkens den Ehrenlöwen der Stadt Baesweiler entgegen.

Baesweiler. Bis zuletzt hat sich Sofia Sander für andere eingesetzt, auch als eine heimtückische Krankheit schon lange ihren Tribut forderte: Noch am Donnerstag in der vergangenen Woche war sie bei der Lebensmittelausgabe der Baesweiler Tafel präsent, deren stellvertretende Vorsitzende sie war.

Weil sie sich nicht gut fühlte, ging sie – ausnahmsweise einmal – früher nach Hause. Nur wenige Tage später, in der Nacht zu Mittwoch, ist sie im Alter von 72 Jahren ihrer Krebserkrankung erlegen. „Das ist für uns alle ein Schock“, sagt Tafel-Vorsitzender Willy Feldeisen tief betroffen. „Sie war eine Frau der ersten Stunde. Ihr Tod ist für uns ein harter Schlag.“

Wenn sie 2006 auch nicht zu den Gründern gehörte, so habe sie im Schulterschluss mit der damaligen Pfarrerin Kirsti Greier mit dafür gesorgt, dass die Tafel seinerzeit im Gemeindehaus an der Emil-Mayrisch-Straße ihre erste Adresse erhielt. Um sich dann mit Herzblut für notleidende Menschen einzusetzen.

Mit großer Freude hat sie auch beim jüngsten Neujahrsempfang aus Händen von Bürgermeister Dr. Willi Linkens zusammen mit ihren Mitstreitern den Ehrenlöwen der Stadt Baesweiler in Empfang genommen. Die Macher der Tafel wurden so für ihr beispielhaftes Engagement ausgezeichnet – im Sinne von rund 1200 bedürftigen Mitbürgern, die zweimal in der Woche preiswert mit Lebensmitteln versorgt werden. Sofia Sander wird vielen von ihnen fehlen.

Auch für die Belange ihrer Gemeinde Siersdorf-Setterich brachte sich Sander ein, bis Mitte März wäre sie noch Mitglied des Presbyteriums gewesen. „Sie hat tatkräftig und mit gutem Mut viel für die Gemeinde und ihre Mitmenschen getan“, sagt Erika Fritsch, eine langjährige Mitstreiterin im Presbyterium, aber auch im Stephan-Ludwig-Roth-Chor. Sofia Sander, als siebenbürgische Sächsin in Rumänien geboren, war viele Jahre Vorsitzende dieses Chores der Landsmannschaft, in frühen Jahren zudem in der siebenbürgischen Jugend aktiv.

Sofia Sander hinterlässt eine Tochter und zwei Söhne. Im Jahr 1999 traf die Familie ein Schicksalsschlag, als ihr Ehemann Eitel Sander plötzlich starb – als Kandidat der SPD mitten im Wahlkampf um das Bürgermeisteramt. Sie selbst war ebenfalls für die Partei aktiv und engagierte sich unter anderem in der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF). In früheren Jahren war sie auch aktives Mitglied der AWO in Setterich gewesen.

Sofia Sander wird am Freitag, 26. Februar, zu Grabe getragen. Die Trauerfeier ist um 14 Uhr in der evangelischen Gnadenkirche in Setterich, die Beisetzung erfolgt im Anschluss auf dem örtlichen Friedhof.

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