Herzogenrath - Große Mehrheit für den neuen Ersten Beigeordneten

Große Mehrheit für den neuen Ersten Beigeordneten

Von: Beatrix Oprée
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Gratulation: Hubert Philippengracht (l.) mit Vize-Bürgermeister Dr. Manfred Fleckenstein kurz nach seiner Wahl. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Mit großer Mehrheit gewählt worden ist am Dienstagabend Hubert Philippengracht als neuer Erster Beigeordneter der Stadt Herzogenrath. Der Leiter des Amtes für Immobilienmanagement und Verkehr bei der Städteregion Aachen erhielt im Stadtrat 32 von 43 Stimmen, es gab zehn Nein- und eine ungültige Stimme.

Zuvor hatten die Grünen und die Piraten nochmals angekündigt, den gemeinsamen Kandidaten der SPD-CDU-Koalition nicht mit zu wählen, keineswegs aus persönlichen, sondern aus Gründen der gebotenen Haushaltskonsolidierung. Die Stelle einzusparen, sei eine gute „Chance zu sparen“ . Auch Linke und FDP hatten sich immer gegen eine Neubesetzung der Stelle ausgesprochen. Die FDP hatte zwischenzeitlich sogar rund 300 Unterschriften dagegen gesammelt.

Auf die vom Grünen-Fraktionschef Dr. Bernd Fasel beantragte namentliche Abstimmung reagierte der CDU-Fraktionsvorsitzende Reimund Billmann mit einem Antrag auf geheime Wahl, die schließlich erfolgte. An die Adresse der Grünen gerichtet, erinnerte Billmann überdies, Ende 2008, zu Zeiten der schwarz-grünen Kooperation, in Person der früheren Beigeordneten Birgit Froese-Kindermann, die mit Jahresbeginn vorzeitig nach Herford gewechselt ist, eine grüne Kandidatin mit gewählt zu haben: „Wenn sie geblieben wäre, wäre sie in unserem Stellenplan ja auch noch drin.“ Hubert Philippengracht wird seine Stelle im Mai antreten, der genaue Zeitpunkt hängt vom Zustimmungsverfahren bei der Städteregion ab.

Auf die neuen Herausforderungen in der Rodastadt freut er sich, wie er im Gespräch mit unserer Zeitung darlegte. Die Stadt kennt er bereits durch seine bisherige Tätigkeit, im Zuge der Schulträgeraufgabe, aber auch durch Straßenbau- und Radwegprojekte.

Zuletzt hatte er im Fachausschuss zum geplanten Radschnellweg vorgetragen, der von Aachen nach Heerlen, respektive Herzogenrath und Kerkrade führen soll. „Und als alter Fußballer“, so schmunzelt er, „kenne ich auch alle Sportplätze in der Stadt.“ Was mit Blick auf die avisierte Überprüfung des Sportstättenentwicklungsplans durchaus von Vorteil ist. Die Tatsache, dass die vier Oppositionsparteien der Neubesetzung der Beigeordnetenstelle ihre Stimme versagten, sieht Philippengracht gelassen.

Mit Blick auf die Vorstellungsrunde, bei der er in allen Fraktionen auf ein positives und vertrauensvolles Klima gestoßen sei. Der Fakt, dass die Fachbereichsleiterebene abgeschmolzen werden soll, entsprechende Stellen bereits mit „künftig-wegfallend“-Vermerken versehen seien, mache die finanziellen Auswirkungen sicher auch nicht „ganz so dramatisch“.

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