Große Ehre für Baesweiler Koch

Von: Daniel Gerhards
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Jeder Handgriff muss sitzen: Heinz-Rudolf Gandelheid (r.) und Michael Falk trainieren für den Kochwettbewerb Bocuse d’Or. Foto: Gerhards

Baesweiler. Als Heinz-Rudolf Gandelheid die Nachricht bekommt, ist er sprachlos. Kein Wort bekommt er heraus. Der Grund: Er wurde vorgeschlagen – für den internationalen Kochwettbewerb Bocuse d’Or. Für den Mitinhaber des Baesweiler Restaurants „Zur alten Schmiede“ ist das so etwas wie ein Ritterschlag.

Denn der Bocuse d’Or sei für einen Küchenchef so etwas wie der Oscar für einen Schauspieler oder der Grammy für einen Sänger. Der Wettbewerb wurde von Meisterkoch Paul Bocuse initiiert.

Trotzdem muss Gandelheid die Jury noch überzeugen, um ins Deutschland-Finale zu kommen – mit einem Rezept. Drei Produkte sind vorgegeben, sie müssen im Gericht vorkommen. „Da muss man schon etwas Außergewöhnliches machen. Man muss die Jury mit einem Rezept beeindrucken“, sagt Gandelheid. Das gelingt ihm. Er ist unter den besten acht in Deutschland und darf sich auf der Fachmesse Intergastra in Stuttgart am 2. Februar mit sieben Klasse-Köchen aus ganz Deutschland messen. Eigentlich schaut er als Vorsitzender des Prüfungsausschusses Auszubildenden bei der Abschlussprüfung auf die Finger. Beim anstehenden Wettbewerb, bei dem er von seinem Auszubildenden Michael Falk unterstützt wird, wird nun jeder seiner Handgriffe unter die Lupe genommen. Fünfeinhalb Stunden haben sie Zeit, um aus den vorgegebenen Hauptzutaten Kalbsrücken, Kalbsniere und Bömlo-Lachs ihr noch strenggeheimes Gericht zu kochen. „Da muss jeder Handgriff sitzen. Auf diesem Niveau darf man sich keine Fehler erlauben“, sagt Gandelheid. Die Finalisten werden vor der aus 14 Sterneköchen bestehenden Jury, dem Publikum und Fotografen kochen.

Aktuell trainieren Gandelheid und Falk intensiv. Beim Wettbewerb müssen sie das Gericht wie im Schlaf zubereiten können. Wenn das gelingt, winkt die Teilnahme an der Europa-Ausscheidung in Stockholm und später am Finale der weltweit besten Köche in Lyon. Doch schon die Konkurrenz beim anstehenden deutschen Vorentscheid sei so stark, dass Prognosen kaum möglich seien. Für ihn ist zunächst eines wichtig: „Ich will beweisen, dass ich auf diesem Niveau mithalten kann.“

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