Großbrand im Gewerbegebiet: 110 Feuerwehrleute in Einsatz

Von: -ks-
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Trotz Großeinsatzes der Feuerwehr war die Halle einer Wäscherei im Gewerbegebiet Merkstein nicht mehr zu retten. Foto: Feuerwehr

Herzogenrath. Durch einen Großbrand ist am frühen Sonntagmorgen ein Gewerbebetrieb Am Boscheler Berg in Merkstein geradezu vernichtet worden, wie die Feuerwehr Herzogenrath mitteilte. Es handelt sich um die Wäscherei Severins, wie zu erfahren war.

Zunächst wurde allerdings eine Rauchentwicklung aus dem Übach-Palenberger Ortsteil Boscheln gemeldet. Die dortige Feuerwehr stellte bei ihrer Erkundung fest, dass die Rauchentwicklung durch einen Großbrand im Merksteiner Gewerbegebiet verursacht wurde und leitete erste Löschmaßnahmen ein.

Durch die Rettungsleitstelle der Städteregion wurde gegen 2.16 Uhr Vollalarm für die gesamte Freiwillige Feuerwehr Herzogenrath ausgelöst. Bereits bei Eintreffen der ersten Kräfte standen die Hallen des Betriebes voll in Brand. Mit einem massiven Wassereinsatz im Außenangriff wurden die Brandbekämpfung eingeleitet und benachbarte Gebäude vor den Flammen geschützt. Menschen kamen zum Glück nicht zu Schaden. Unterstützt wurde Rodas Wehr durch die Freiwillige Feuerwehr Übach-Palenberg und einem Großtanklöschfahrzeug der Wehr Alsdorf.

Der bei der Feuerwehr Würselen stationierte Gerätewagen Atemschutz der Städteregion wurde ebenfalls angefordert.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung und der damit verbundenen Geruchsbelästigungen wurde der Messzug der Feuerwehr Eschweiler alarmiert. Zusammen mit einem Messfahrzeug der Feuerwehr Herzogenrath wurden Schadstoffmessungen vorgenommen. Zum Zeitpunkt der Messungen wurden jedoch keine luftgetragenen Schadstoffe festgestellt, so dass keine Gefahr bestand, lautet die Aussage der Feuerwehr.

Die Feuerwehr Herzogenrath war mit den Kräften der Hauptwache und den ehrenamtlichen Löschzügen aus Merkstein, Herzogenrath und Kohlscheid mehrere Stunden in den Einsatz eingebunden. Zeitweilig waren 110 Kräfte an der Einsatzstelle im Einsatz. Erste Feuerwehrleute wurden gegen 5.30 Uhr aus dem Einsatz entlassen.

Die Nachlöscharbeiten werden aller Voraussicht nach auch noch den Sonntag über andauern. Da Einsturzgefahr besteht, wurde das Technische Hilfswerk mit Spezialgerät aus Nörvenich zum Einriss von Gebäudeteilen hinzugezogen.

Auf Nachfrage unserer Zeitung sagte Herzogenraths Feuerwehrsprecher Thomas Hendriks, dass es sich hierbei um einen speziellen Radlader handelt, dessen Fahrer mit Atemluft versorgt wird. Der Einsatz des Fahrzeuges verzögerte sich mit Blick auf einen zu sichernden Erdöltank. Die Polizei war vor Ort und hat ihre Ermittlungen aufgenommen. Über Schadensursache und -höhe können keine Angaben gemacht werden.

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