Grimmsche Märchen waren nur der Auftakt

Von: ehg
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Kunst- und fingerfertig: Die bunten Bilder von Anne Graf sind noch bis Sonntag im Alten- und Pflegeheim an der Klosterstraße in Würselen zu sehen. Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Würselen. Unter dem Titel „Heimatklänge” schmücken Filzapplikationen von Anne Graf bis zum Sonntag, 17. Oktober, das Klosterstübchen des Senioren- und Pflegeheimes an der Klosterstraße. Aus vielen kleinen, farbigen Filzstückchen sind ihre Bilder wie ein Puzzle zusammengefügt.

Durch eine besondere Nähtechnik sind sie zu einem Ganzen verbunden. Unterlegt sind ihre Exponate mit bekannten Volksliedern, die den verspielten Eindruck, den sie auf den Betrachter machen, nur noch verstärken.

„Unbeschwertheit und Frohsinn sollen sie vermitteln!” freut sich die 81-jährige Künstlerin, ihre Werke ausstellen zu dürfen. Sie zu Gast haben zu dürfen, dafür bedankte sich der Geschäftsführer der Einrichtung, Joachim Classen, bei ihr. Auch wenn sich Anne Graf nicht ganz schlüssig ist - durch ihren Beruf habe sie letztlich zu dieser Art von künstlerischer Tätigkeit gefunden.

Als Damenschneidermeisterin mit Diplom an der Werkkunstschule war sie 14 Jahre als Directrice in der Modell-Konfektion tätig. 1970 wurde sie Werkstattleiterin an der Werkkunstschule (Fachrichtung Mode-Design) in Aachen. Dort arbeitete sie mit Studierenden, um mit ihnen gestalterische und künstlerische Ideen funktionell zu verwirklichen. Von 1985 wechselte die Würselener Künstlerin in den Fotobereich bei der Fachhochschule Aachen.

Seit 1992 setzt sie ihre Eindrücke vom Leben in ihren künstlerisch gestalteten Filzapplikationen um. Als erstes machte sie Märchen der Gebrüder Grimm zum Thema. 1997 folgten „Die Schöpfung”, 2001 „Die vier Jahreszeiten” und 2003 „Heimatklänge”, die in der Ausstellung zu neuem Leben erweckt werden. Neben den „Elementen” - Anne Grafs Lieblingsbilder - macht sie unter anderem auch eine tiefe Verbeugung vor den Jungenspielen.

Den Anstoß zu der Ausstellung in heimischen Gefilden gab ihre Schwester Liesel Motzheim, die im Bereich „Betreues Wohnen” gleich nebenan seit geraumer Zeit zu Hause ist.
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