Würselen - Grenzüberschreitender Karneval beim Ordensfest der Au Ülle

Grenzüberschreitender Karneval beim Ordensfest der Au Ülle

Von: ehg
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Die Au Ulle lassen es Orden regnen: Senatspräsident Anton Roufosse (Mitte) wurde mit dem BdK-Orden in Silber ausgezeichnet. Zahlreiche weitere Ehrungen nahm der Präsident der KG Au Ulle, Achim Mallmann (2.von rechts), vor. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Obwohl längst zur Tradition geworden, hat das Ordensfest der KG Au Ülle nichts von seinem ursprünglichen Reiz verloren. Auch auf der ersten Veranstaltung im neuen Jahr 2009 waren die närrischen Herren - Frauen haben keinen Zutritt - von der ersten bis zur letzten Minute an in ihrem karnevalistischen Element.

Gemeinsam kämpften sie gegen drohende karnevalistische Entzugserscheinungen an, waren doch seit ihrem letzten Fest 420 Tage ins Karnevalsland gezogen.

Unterstützung erfuhr die illustre Herrenrunde vom Stadtprinzen Gerhard I. sowie vom Bardenberger Dreigestirn, Prinz Uwe I., Jungfrau Antonia und Bauer Guido.

Aber auch durch die beiden Träger des Närrischen Grenzlandschildes, den Präsidenten des Karnevalsverbandes Aachener Grenzlandkreise (KVAG), Reiner Spiertz, und den Präsidenten des Bonds Carnevalsverenigingen Limburg (BCL), Jo Hundstscheidt.

Volle Breitseite

Nach Goethes Wort „Wer sich nicht selbst zum Besten haben kann, der ist gewiss nicht von den Besten” hielt Präsident Achim Mallmann, der souverän seines Amtes waltete, seine volle Breitseite für launige und witzige Widerworte hin. Senator Heinz Stüdgens ließ sich nicht zweimal bitten und feuerte eine spontane Lachsalve nach der anderen ab.

Auch Bürgermeister Werner Breuer erhob humorvoll seine Stimme und wartete mit dem einen oder anderen Gag auf. Herzhaft über seine heiß geliebte Schwiegermutter zog „Et Willche va Kirchroa”, ein limburgischer Altmeister in der Bütt, her. Als es dann auch noch Orden vom Karnevalshimmel regnete, da war die Welt für die „Herren der Schöpfung” wieder in Ordnung.

In stattlicher Zahl hatten sich die Senatoren zum Ordensfest im Vereinslokal Schürmann eingestellt. Sie stießen mit ihrem Präsidenten Anton Roufosse auf seine 15-jährige Amtszeit und seine 25-jährliche Mitgliedschaft im Senat an. In Würdigung seiner Verdienste ehrte ihn VKAG-Präsident Spiertz mit dem silbernen Verdienstorden des Bundes Deutscher Karneval.

Roufosse machte den beiden Ordnungsträgern eine Wort- und Bilddokumentation über die Verleihung des Sonderordens zum Geschenk. Bürgermeister Breuer beehrte er mit einer Bilddokumentation über das „Pflanzen” des Eulenbaumes für das städtische Archiv.

Jo Hundscheidt revanchierte sich mit dem BCL-Jubiläumsorden für den Senats- und den „Ülle”-Präsidenten. Spiertz entledigte sich weiterer angenehmer Verpflichtungen: Den Verdienstorden des Verbandes hängte er Herbert Kaever, Harald Matthäus und Juri Sarossy um. Josef Palm erhielt den Verbandsorden. Den Verdienstorden in Silber verlieh er Organisationswart Dieter Back und Senatsgeschäftsführer Helmut Krauthausen.

Für 40-jährige Treue zu seiner Gesellschaft bedankte sich Spiertz beim Aktiven Willi Klöcker mit dem Verdienstorden in Gold. Auf elf Jahre im Senat haben es Kaspar Staerck und Jürgen Schreuer gebracht. Dafür gab es die bronzene Nadel des Vereins.

Die silberne gebührte für 22-jährige Mitgliedschaft den Senatoren Hans Bay, Peter Schnarr, Martin Schulz und Helmut Krauthausen sowie dem Aktiven Josef Willms.

„Rein von Gold”

Auf die Ordensträger abgestimmt ist auch in dieser Session der Ülle-Orden. Ihnen widmet die KG einen Clown als Sinnbild für das, wofür sie im karnevalistischen Leben stehen. Er schwingt die Fahnen der beiden Nachbarländer. Außerdem schmückt ihn das BCL- und das VKAG-Wappen. Die Eule mit Stadtwappen darf nicht fehlen. Er ist „rein von Gold”, was - so Mallmann scherzhaft - die Gesellschaft hart an den Rand des finanziellen Ruins gebracht habe. Mit viel Beifall aufgenommen wurde das sicherlich begehrte Schmuckstück.
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