Grenzlose Welt der Papierkunst

Von: Nina Krüsmann
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Ständiges Experimentieren: die Herzogenrather Künstlerin Angela Mainz bei der Arbeit mit Papiergarn in ihrem Atelier in der Villa Herzogenrath. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Angela Mainz zeigt, dass Papier im künstlerischen Bereich verwendet, ungeahnte Verwendungsmöglichkeiten bietet. Mit großer Experimentierfreudigkeit entdeckte die 1954 geborene Herzogenratherin mit eigenem Atelier im Kunst-, Kultur- und Wirtschaftszentrum (KKWZ) Villa Herzogenrath in Kohlscheid Papiergarn als zeitgemäßes Ausdrucksmittel mit viel gestalterischem Potenzial.

Egal, ob umwickelt, verflochten oder geknotet - Papiergarn bietet viele filigrane und originelle Gestaltungsmöglichkeiten. Papierne Kugeln und sogar tragbare Papiertextilien stellte Mainz für ihre jüngsten Ausstellungen her. Das Ergebnis sind bizarre, filigrane und originelle Werkstücke, die das Material Papier von seiner künstlerischen Seite zeigen.

„Ich interessiere mich schon lange für kreatives Gestalten. Zur Malerei bin ich durch meinen Vater gekommen. Er selbst hat sich nach seiner Frühpensionierung intensiv mit Keramik auseinandergesetzt und mehrfach ausgestellt. Auch meine Schwestern malen”, erzählt Mainz, wo der Ursprung ihrer kreativen Leidenschaft liegt. Hauptberuflich ist Mainz Grundschullehrerin. „Auch hier findet permanent Kreativität statt, sei es im Umgang mit Unterrichtsthemen oder im Umgang mit jungen Menschen.” Neben der Kunst pflegt sie andere Leidenschaften: „Ich bin gerne in der Natur und wandere. Natürlich besichtige ich in meiner Freizeit auch aktuelle Ausstellungen, am liebsten in einer Gruppe mit fachkundiger Führung.”

Durch Familie und Beruf war die Beschäftigung mit Kunst lange in den Hintergrund getreten. Ab 2000 hat Mainz dann verstärkt Fortbildungskurse besucht und sich autodidaktisch weitergebildet. Die berufsbegleitende Ausbildung zur Pädagogischen Kunsttherapeutin an der KFH Aachen hat ihr dann noch einmal ganz neue Impulse zur kreativen Arbeit gegeben. „Eine Vielzahl von Materialien und Techniken, die ich bis dahin noch nicht ausprobiert hatte, haben meine kreativen Ausdrucksmöglichkeiten sehr erweitert. Hier habe ich auch zum ersten Mal im Rahmen einer Werkstattausstellung Werke von mir gezeigt.”

Wenn sie ein Werk beginne, habe sie bestimmte Vorstellungen oder ein Thema im Kopf. „Im Laufe der Arbeit entstehen neue Ideen, manches lässt sich so nicht umsetzen, wie ich es mir vorgestellt habe”, erklärt die Künstlerin, was sie antreibt. „Dann heißt es loslassen und sich einlassen, auf das, was entstehen will”, beschreibt Mainz den kreativen Prozess, in dem etwas Neues entstehen kann.

Seit 2000 arbeitete sie hauptsächlich mit Acryl und Pigmenten. Im Herbst 2009 entstand die Idee, zusammen mit der Künstlerin Alexandra Reichenberg eine Ausstellung im Rathaus Herzogenrath zum Thema „Papier” vorzubereiten. „Ich wollte räumlicher arbeiten, und Papier bietet sich für Objektkunst geradezu an. Zufällig habe ich Finnisches Papiergarn entdeckt. Seitdem verwende ich nur noch dieses Material, das sich auf vielfältige Weise verarbeiten lässt. Man kann damit kleben, knüpfen, weben, stricken, häkeln und vieles mehr.”

Viele Ausstellungen markieren ihren bisherigen Weg: „Ich habe bereits im Soziokulturellen Zentrum Klösterchen in Herzogenrath, in den Rathäusern in Alsdorf und Herzogenrath, im Energeticon Alsdorf und gerade erst im neuen Kunst-, Kultur- und Wirtschaftszentrum (KKWZ) Villa Herzogenrath ausgestellt.” Das Zusammensein in der Villa ist für sie sehr positiv: „Es gibt einen regen und wertschätzenden Austausch unter den Künstlerinnen. Es finden immer wieder Aktionen in der Villa statt, an denen ich mich beteiligen kann, zum Beispiel die Eurode Kunstroute oder das Internationale Art Festival.”

Aktuell ist Mainz im Organisationsteam für den Tag des offenen Ateliers, der am 13. November in Kohlscheid stattfindet. „Ganz wichtig ist mir aber auch die Vorbereitung einer Gemeinschaftsausstellung mit Alexandra Reichenberg in der Villa Herzogenrath. Die Vernissage wird am 17. März 2012 sein.” Hier werde sie größere Papierobjekte und Installationen zeigen, die sich aus vielen kleinen Papierobjekten zusammensetzen.
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