Grenzlandtheater Aachen spielt Anfang März dreimal im Nordkreis

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Die Nationalsozialisten setzen in Wien ihre Schergen an auf Sigmund Freud (r.) und dessen Tochter Anna. Der Psychoanalytiker versucht die Auseinandersetzung zu vermeiden, Anna aber sucht sie und wird von der Gestapo mitgenommen. Sigmund Freud ist verzweifelt. Da wird er von einem Besucher überrascht.

Alsdorf/Herzogenrath. Es ist der 22. April 1938. Die Adresse: Wien, Berggasse 19. Während sich draußen auf den Straßen die Nationalsozialisten lautstark bemerkbar machen, sitzt Sigmund Freud in seiner Wohnung und hofft, die Stadt nicht verlassen zu müssen.

Genau darum aber bittet ihn seine Tochter Anna inständig, denn die Gefahr nimmt für sie von Tag zu Tag zu. Wie Recht Anna hat, merkt Sigmund Freud noch am gleichen Abend, denn die geheime Staatspolizei (Gestapo) dringt in dessen Wohnung ein und setzt den krebskranken Psychoanalytiker unter Druck.

So ist die dramatische Situation, die vom Grenzlandtheater Aachen im Schauspiel „Der Besucher” aufgenommen wird. Aufführungen sind am Montag und Dienstag, 2. und 3. März, 20 Uhr, bei der Kulturgemeinde (Aboveranstaltung) in der Stadthalle Alsdorf am Denkmalplatz sowie am Freitag, 6. März, 20 Uhr, in der Gesamtschule Merkstein, Am Langenpfahl. Pause ist nach knapp einer Stunde Spielzeit, Ende gegen 22.05 Uhr.

Wahrheit und Glauben

Eric-Emmanuel Schmitt verfasste das Buch zum Drama in der Form weiter, dass Sigmund Freud die Konfrontation zu meiden versucht. Anna aber lässt sich nicht einschüchtern und wird von der Gestapo mitgenommen. Allein, verängstigt und verzweifelt weiß Sigmund Freud zunächst nicht, wie er Anna helfen kann, als völlig unerwartet ein Fremder in seiner Wohnung auftaucht. Der verfügt über ein erstaunliches Wissen von Freuds Vergangenheit - wie auch dessen Zukunft.

Ist das ein Einbrecher, ein Irrer, der Satan, Gott selbst oder doch nur ein Streich seines Unterbewusstseins? In seinem Stück, mit dem der französische Autor zum internationalen Dramatiker avancierte, stellt er die Suche nach der Wahrheit und den Glauben in den Mittelpunkt seiner Betrachtung: spannend, intelligent, philosophisch und amüsant.

In der Regie von Paul Bäcker spielen Volker K. Bauer, Steffen Laube, Lisa Adler und Eugen May. Das Bühnenbild stammt von Charles Copenhaver. Die Kostüme entwarf Heike M. Schmidt.
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